Sonntag, 17. Februar 2013, 11:22 Uhr

DSDS: Mit Staubwedeln auf der Schulter eine Runde weiter

Noch befinden sich bei ‚Deutschland sucht den Superstar’ 36 Kandidaten im Rennen um den Thron. Die ersten Auftritte vor der Jury haben schon stattgefunden, doch auf die Entscheidung warteten die Jungs und Mädels noch gespannt. Bis zu nächsten Entscheidung stehen noch ein paar Performances aus.

Die erste Gruppe war eine Mädelsband, Talina, Fairuz, Vaide und Jennifer performten ‚Call me Maybe’.

Der Auftritt verlief dann mit Sicherheit nicht nach den Vorstellungen der vier Mädchen und dementsprechend fielen auch die Beurteilungen aus. Mateo zu Fairuz: Ich finde es gut, dass du jetzt konzentrierter bist. Aber du musst gesanglich noch ein paar Schippen raufpacken.“
Und Dieter erklärte: „Talina das war absolute Scheiße. Die Mädels außen waren Grotte, ein Totalausfall. Die in der Mitte waren okay.“

Gemeint waren damit Fairuz und Jennifer (warum sollte sich der Meister die Namen auch merken!), doch eine Glanzleistung hat die ganze Gruppe nicht abgeliefert. Sichtlich enttäuscht gaben sich die Mädchen auch nach dem Auftritt und sahen eigentlich keine Hoffnung.

Die nächste Gruppe bildete der obligatorische schrille Quoten-Schwule, das Pummelchen Daniel, Piero und Wincent. Daniel wollte seinem Image als ‚Mr. Styling’ gerecht werden und legt sich mächtig ins Zeug, denn sein Motto: „Wenn man nicht durch die Stimme auffällt, dann eben durch das Outfit. So wie Lady Gaga.“ Ganz schön mutig, sich mit Superstar Gaga zu vergleichen und anstatt mit seinen Bandmitglieder zu proben, kleistert er sich lieber ganz viel pink, grün und gelb ins Gesicht, schließlich wollte er auffallen. Mit zwei Staubwedeln auf den Schultern montiert erschien Daniel vor der Jury.

Und er war es auch gewesen, der aus der Gruppe hervorstach, weswegen seine Rechnung mit dem auffälligen Styling wohl aufging. Dieter erklärt: „Die Rolle-Drops hat etwas was man im Showgeschäft braucht, du bist crazy und hast keine Angst.“

Sara, Nora, Diyana und Susan hatten während der Proben schon einige Probleme, doch dann wurde der Auftritt ja meist umso besser. Das Styling der Mädels gefiel der Jury schon mal sehr gut, nur eine Kritik hatte Dieter bereits vorab: „Diyana kannst du nicht mal einen Burger essen“, schließlich wogsie nur zierliche 49 Kilo. Nach dem Auftritt hagelte es vor allem für Nora Kritik. „Du musst die Töne treffen, da war viel Kacke dabei“, erklärt Dieter.

Begeistert waren sie dagegen von Diyana und Susan. Tom hat auch noch einen Tipp an Sarah: „Du musst bei deiner Ausstrahlung aufpassen, du wirkst sehr arrogant.“

Nachdem alle 36 Kandidaten ihre erste Performance auf Curacao abgelegt hatten, folgte die Entscheidung, für Vaide und Angelina ist es nach der ersten Runde bereits vorbei.

Als Belohnung durften die restlichen 34 Kandidaten am Abend eine Party mit der Miss Curacao feiern, doch dabei blieb es nicht, denn es folgten die berühmten Performances bei Nacht vor der Jury. Der erste Auftritt kam von Sergen, Lucas und Maurice. Letzterer galt schon lange als Favorit und bewies, dass dies auch zu Recht so ist, von Maurice waren alle begeistert. Die anderen beiden erhielten geteilte Beurteilungen, Mateo und Bill fanden Sergen und Lucas gut, Dieter sah das jedoch anders: „Lucas, bei dir dachte ich, Operette sich wer kann. Sergen, ich fand dich im Casting megagut, seitdem bist du völlig abgetaucht, das klang wie ein besoffener Seemann.“ Harte Worte vom Pop-Titan.

Joljin, Oksana und Beatrice durften ‚La Isla Bonita’ performen und bei ihnen schlug der bekannte Textteufel zu. „Joljin bei dir ist immer alles ein Level, das begeistert mich nicht“, erklärt Tom. Genauso sahen das auch die anderen, Bill zu Oksana: „Ich bleib dabei, ich bin kein Fan von dir.“ Und Dieter gibt ein Schlusssatz: „Alle drei Kacke!“

Auch diesmal erfahren die Kandidaten erst nach allen Performances die Entscheidung.

Übrigens: Erstaunlich ist es doch immer wieder, wie die Laien bei DSDS ihre Gesangsdarbietungen soundtechnisch eigentlich hinkriegen. Da ist am Strand Musik zu hören wie im Studio, doch die Protagonisten haben weder einen Monitor (einen Lautsprecher) aus dem die Musik für sie zu hören und ist, und auch sogenannte In-Ears (kleine Kopfhörer-Stöpsel) waren nicht zu sehen. Dann sitzt die Jury noch fünf Meter vor den Akteuren und die Wellen plätschern.

Wie solch Darbietungen soundtechnisch unter den genannten Bedingungen funktionieren sollen, bleibt das Geheimnis von RTL. Hier wurde also in der Postproduktion kräftig nachgeholfen. Vermutet werden darf auch, dass die Möchtegern-Sänger ihre Siongs vorher aufgenommen haben.

Den Recall in der Karibik von ‘Deutschland sucht den Superstar’ sahen am gestrigen Samstag 20,1 Prozent (3,32 Mio) der jungen Zuschauer (14 bis 49 Jahre).