Donnerstag, 21. Februar 2013, 20:22 Uhr

Oscars: So sieht's vor der größten Show der Welt aus - Die ersten Bilder

Die Vorbereitungen zur 85. Oscar-Verleihung am kommenden Sonntagabend im Dolby-Theatre in Los Angeles liegen in den letzten Zügen.

Das Areal zwischen Hollywood Boulevard und North Highland Avenue vor dem berühmten Haus, einst das Kodak-Theatre (und zwischenzeitlich in ‘Hollywood and Highland Center Theatre’ umbenannt) ist längst abgesperrt, die Aufbauten für den Empfang der über 1.500 mehr oder wenigen Prominenten aus der Filmbranche gehen zügig voran.

Die Tribüne für die hunderten Fotografen ist längst aufgebaut, während zur gleichen Zeit die Stimmen ausgezählt werden. Gestern wurde mit dem Ausrollen des ebenso hunderte Meter langen roten Teppichs begonnen.

Seit Tagen laufen drinnen derweil die Stell-Proben für die Abläufe der Verleihung und die Performances. Licht und Kameras werden eingestellt und die Showproduzenten Neil Meron und Craig Zadan (Foto ganz unten) scheinen bis jetzt zufrieden.

Wir präsentieren wie jedes Jahr die aktuellen Bilder und liefern zudem einen historischer Rückblick über die Geschichte des Oscar.

Bei einem Abendessen in Los Angeles beschlossen drei Dutzend Filmschaffende im Januar 1927, die Academy of Motion Picture Arts and Sciences zu gründen. Gut zwei Jahre später wurden die ersten Oscars vergeben.

Unspektakulär und von einem globalen Medienereignis wie heute weit entfernt verlief die erste Oscar-Verleihung am 16. Mai 1929. 270 Gäste nahmen an dem Bankett im Roosevelt Hotel in Hollywood teil. Tickets waren für fünf Dollar zu haben. Es gab viele Reden, doch kaum Überraschungen, denn die Gewinner waren bereits seit Monaten bekannt. Akademie-Präsident Douglas Fairbanks überreichte die Preise kurz und bündig. Die erste Trophäe überhaupt ging an Emil Jannings. Bis heute blieb er der einzige deutsche Schauspieler, dem diese Ehre zu Teil wurde.

Unplanmässig verlief die Zeremonie nur drei Mal. 1938 wurde Los Angeles von einer Flutkatastrophe heimgesucht, die Verleihung musste um eine Woche verschoben werden. 1968 fand die Feier am 10. April und damit zwei Tage später statt als zunächst geplant. Grund war die Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King, der am 9. April beigesetzt wurde. Wegen eines Attentats auf US-Präsident Ronald Reagan wurde die Show 1981 um einen Tag verschoben. Reagan überlebte den Anschlag schwer verletzt.

Ungeheuer groß war das öffentliche Interesse bereits an der zweiten Oscar-Verleihung am 3. April 1930. Zum ersten Mal übertrug ein Rundfunksender in Los Angeles die Veranstaltung live. Bis 1943 fand die Zeremonie im Rahmen eines Banketts in verschiedenen Hotels statt. Dann aber war die Zahl der Gäste so groß geworden, dass neue Orte gefunden werden mussten. Die 16. Preisverleihung 1944 war erstmals in Grauman’s Chinese Theatre zu erleben, 1927 als Premierenkino im Stil einer chinesischen Pagode am Hollywood Boulevard eröffnet.

Unbegrenzt sind die technischen Mittel, mit denen das Ereignis heutzutage in alle Welt transportiert wird. 1953 wurde es erstmals im Fernsehen übertragen – seit 1966 auch in Farbe. Konnten zunächst nur Filmfans in den USA und Kanada dabei sein, begann die internationale Übertragung 1969. Mittlerweile ist die Show fast weltweit zu sehen. (dpa) 025

Fotos: A.M.P.A.S.