Freitag, 22. Februar 2013, 9:45 Uhr

Oscars: Die goldenen Gewinner-Kuverts kommen aus Bayern

Das an diesem Sonntag meistbeäugte Stück Papier der Welt kommt aus einem kleinen Ort am oberbayerischen Tegernsee. In 24 goldenen Kuverts aus der Büttenpapierfabrik Gmund stecken die Karten mit den Namen der Oscar-Gewinner.

Die halbe Welt fiebert mit, wenn es wieder heißt, “and the Oscar goes to…”, ehe der Name des Preisträgers oder der Preisträgerin genannt wird.

Die Umschläge (Announcement cards) bekamen bereits vor der Verleihung der begehrtesten Filmtrophäe der Welt höchstes Lob von dem international renommierten Designer Marc Friedland (Foto unten): “Das Papier besitzt ein wunderschön schimmerndes Gold, glamourös und höchst elegant zugleich», sagte Friedland im Januar bei einem Besuch am Tegernsee. «Die Oberfläche muss man einfach erfühlen, sie ist irgendwie betörend und verzaubernd.”

Ihre Kreation tauften die Papiermacher vom Tegernsee ‘Gmund Treasury’, wie sie am Freitag mitteilten. “Wir drücken allen Nominierten die Daumen und hoffen, dass das Kuvert am Sonntag in gute Hände gerät”, sagte Firmenchef Florian Kohler.

Die seit 1829 in Familienbesitz befindliche Büttenpapierfabrik Gmund beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Sie ist auf edle Papiere und Kartons spezialisiert. Der Jahresumsatz liegt im zweistelligen Euro-Millionenbereich. Im Betrieb steht die älteste noch produzierende Papiermaschine Europas aus dem Jahr 1883. Die Firma lieferte schon 2012 die goldenen Kuverts für die Oscar-Verleihung. (dpa) 022

Fotos: Darren Decker, Patrick Prather / A.M.P.A.S.