Montag, 25. Februar 2013, 21:40 Uhr

Schwedens Superstar Adam Tensta plaudert über Kool Savas und Cro

Hip Hop aus Schweden ist vielen vielleicht noch kein Begriff, aber ein Mann könnte das bald ändern: Adam Tensta. In seinem Heimatland hat er die Rapszene bereits ordentlich aufgemischt und will nun auch außerdem Schweden beweisen, dass das Land noch viel mehr Musikgenres bedienen kann.

Adams Debütalbum trägt den Titel ‚Scared of the Dark’. Mit klatsch-tratsch.de sprach er darüber.

Obwohl Adam aus DEM Land der bekanntesten und erfolgreichsten Songwriter der Welt überhaupt kommt, schreibt der Rapper bereits von Beginn alle seine Songs selbst, wie er verriet: „Ja, ich schreib all meine Texte selbst. Das Album ist ein Polaroid einzelner Momente und reflektiert eine dunkle Zeit in meinem Leben. Ich bin durch eine Menge Scheiße gegangen und habe beschlossen, diese Geschichte zu erzählen, damit ihr sie versteht. Hoffentlich findet ihr einen Bezug zu dem was ich berichte – aber ich denke schon, denn ich weiß, dass ich nicht der einzige Mensch mit solchen Problemen bin. Ich möchte meine Geschichten jedem erzählen, der ein offenes Ohr dafür hat. Viel wird man über mich erfahren, wenn du dir die Songtexte anhörst. Dort öffne ich mich sehr.“

Doch nicht nur Schicksalsschläge beeinflussen seine Musik, auch ganz normale Dinge oder eben auch andere Musiker: „Das Leben selbst beeinflusst mich. Der Alltag. Das geht damit los, zur U-Bahn zu gehen und dabei Mobb Deep oder Bob Marley zu hören. Alltägliche Dinge eben.“ Auf die Frage, ob er sich eine Kollaboration mit jemanden vorstellen könnte, antwortete er: „Diese Liste könnte ich echt verdammt lang machen. Es gibt so viele talentierte Leute da draußen, mit denen ich gerne zusammenarbeiten würde. Die Liste wird allerdings von André 3000 von Outkast angeführt.“

Da Tensta in Schweden bereits eine ganz große Nummer ist, sollen nun auch andere europäische Länder folgen. Ganz weit vorn natürlich Deutschland, warum erklärte Adam so: „Weil ich die Herausforderungen liebe, die ein neues Land mit sich bringt. Außerdem habe ich ja auch schon ein paar Fans in Deutschland. Sie sollen sich als Teil der Familie führen. Die deutsche Szene ist RIESIG verglichen mit Schweden. Sie hat also eine Menge Schlagkraft, eine Menge Relevanz allein durch die Größe, wenn man es so will. Ich kann nicht wirklich sagen, welchen Einfluss der deutsche Markt auf den Rest der Welt hat, deshalb kann ich das Thema nicht weiter vertiefen. Alles was ich weiß, ist, dass ich mit meiner Musik die Welt bereisen möchte. Es ist ein Privileg, dass ich das bereits in den letzten fünf Jahren machen konnte. Ich möchte einfach nur damit weitermachen.“

Deutschland gefällt dem Rapper so sehr, das er sich auch für die Musikkultur hier zu Lande interessiert und sogar schon ein Konzert von einem deutschen Rapper besucht hat, wie er uns berichtete: „Ich habe Sachen von Olli Banjo, Kool Savas und einer Menge anderer deutscher Rapper gehört. Ich habe die Jungs sogar mal getroffen, auf Kool Savas’ letztem Stop seiner Tour in Berlin. Ich versuche immer auf dem Laufenden zu bleiben, was in der deutschen Szene so vor sich geht und habe zumindest mitbekommen, dass Cro jetzt der Mann der Stunde ist.“ (TT)