Mittwoch, 27. Februar 2013, 18:42 Uhr

Fayzen kommt mit seinem ersten Album: Hip Hop aus Hamburg

Jetzt kommt ‘Fayzen’! wer? Sein Album ‘Meer’ erscheint am 26. April. Ab dem 10. März geht es erstmal auf Tour mit Max Mutzke und ab Mai spielt er seine eigene kleine Tour.

Doch blicken wir mal zurück…

Hamburg vor zehn Jahren. Die Innenstadt ist voll mit Shoppingwütigen. Eine Gruppe Jugendlicher läuft an dem Anfang zwanzig Jährigen Fayzen vorbei. Er weiß wie er sie ansprechen muss damit sie stehenbleiben. Irgendwann hat man das einfach raus. „Hey wie geht’s Euch? Ich bin Fayzen und ich hab hier ne Platte gemacht. Wollt ihr mal rein hören?“ Er setzt einem von ihnen Kopfhörer auf. Die Musik überzeugt. In fünf Jahren verkauft Fayzen auf diesem Weg fünf verschiedene Mixtapes insgesamt 20.000 Mal. Das meiste von dem verdienten Geld schenkt Fayzen seinen Eltern. Das ist selbstverständlich.

„Sie haben mir immerhin mit viel Mühe eine unbeschwerte Kindheit ermöglicht. Sie haben krass hart gearbeitet, damit es mir gut ging und das hab ich immer im Hinterkopf gehabt und das werd ich nie vergessen.“

Fayzen, was bedeutet das eigentlich? Klingt wie eine Mischung aus Faye Dunaway und Zen. Aus Femme Fatal und der inneren Mitte. Aber Fayzen ist einfach der MC-Name aus Farsad Zoroofchis Jugend. Den legt man nicht ab und den ändert man nicht.

„Nicht jeder in der Clique durfte rappen. Ich hab zu Hause geübt und mich irgendwann getraut mit den Jungs zu Freestylen und irgendwann kamen sie mit einem Pulli, da stand der Crewname und Fayzen drauf.“

Schon mit fünf hat Fayzen inbrünstig zu persischer Traditionsmusik gesungen. Mit neun hat er angefangen Klavier zu spielen und seine ersten Lieder zu komponieren. Dann findet er seine Stimme im Hip-Hop und seine Zuhörer auf Hamburgs Straßen. Mit fünfundzwanzig fühlt Fayzen sich für den nächsten Schritt bereit. Er will ein Plattenlabel finden und bastelt an einem neuen Demo. Hinter den alten Sachen steht er nicht mehr wirklich.

„Ich wollte einfach mehr auf den Punkt kommen. Musikalisch mutiger und versierter werden und weniger rumschwafeln. Mit weniger mehr sagen.“

Unter der Hand hört der A&R des Major-Labels Universal Music zwei der unfertigen, neuen Demos und will sich sofort mit Fayzen treffen. Er kommt nach Hamburg und Fayzen spielt für ihn, begleitet sich selbst mit Gitarre und Klavier. Ein paar Tage später kommt der Anruf. Der A&R ist begeistert. Fayzen bekommt seinen Plattenvertrag. Endlich ist auch Geld für einen Produzenten da. Fayzen findet den für ihn perfekten Produzenten und die einjährige Zusammenarbeit beflügelt ihn so, dass die meisten der Texte auf dem Album in dieser Zeit entstanden sind.

„Ich konnte endlich los lassen. Konnte mich wieder mehr auf das konzentrieren, was mich eigentlich ausmacht. Texten, Rappen, singen.“

Live Daten mit Max Mutzke:

10. März 2013 – Buchholz / Empore
11. März 2013 – Bochum / Zeche
13. März 2013 – Nürnberg / Hirsch
14. März 2013 – Kreuztal / Stadthalle
15. März 2013 – Mainz / Frankfurter Hof
16. März 2013 – Minden / Jazz Club
17. März 2013 – Leverkusen / Scala
19. März 2013 – Braunschweig / Brunsviga
20. März 2013 – Bremen / Fritz Theater
21. März 2013 – Rostock / MAU Club
22. März 2013 – Zeitz / Capitol