Freitag, 08. März 2013, 13:11 Uhr

Germany's next Topmodel: Unscheinbare Mäuschen im Wüstensand

Gestern Abend ging es bei ‘Germany’s Next Topmodel’ in die zweite Runde und diesmal mussten gleich zwei Mädchen Abschied vom großen Modeltraum nehmen. Michelle und Lisa schafften es nicht die Jury von sich zu überzeugen. Die gestrige Sendung stand unter dem Motto ‚Fotoshootings’ und zeigte die Mädels mal von ganz unterschiedlichen Seiten.

Allerdings wusste man nach spätestens einer Stunde, dass sich bei der Model-Castingshow eben doch nicht so viel verändert hat, wie anfangs angenommen.

"Germany's next Topmodel - by Heidi Klum"

Bis auf die monotonen Kommentare von Heidi Klum, die während der Sendung immer wieder zu hören waren kannte man alles schon irgendwie. Unterwasser-Shootings, Schweben in luftiger Höhe und leidenschaftliches Räkeln im Wüstensand haben wir schon oft gesehen. Vermischt mit jeder Menge unscheinbarer Mädchen, zwischen denen wirklich keine auf besondere Art und Weise heraussticht, verbreitete die Sendung gestern vor allem reichlich Langeweile.

Für die zukünftigen Models waren die Aufgaben natürlich eine ganze Menge spannender und aufregender, als für die Zuschauer. Schließlich schwebt man nicht alle Tage mit riesigen, bunten Roben an einem Seil meterhoch in der Luft. In den vergangenen Staffeln gab es oft gerade bei diesen Situationen jede Menge Dramen, Tränen und Wutausbrüche. Doch dieses Mal scheint sich die bunt gemischte Mädelstruppe noch zurückhalten zu wollen mit Skandälchen. Stattdessen gab es nur Ehrgeiz, Selbstbewusstsein und tolle Posen zu bewundern. Bis auf Kandidatin Lisa (Foto oben), die für Unmut bei Fotograf Rankin und Modelmama Heidi sorgte.

"Germany's next Topmodel - by Heidi Klum"

Trotz schöner Beine und einem umwerfenden Kleid wusste sie partout nichts mit sich anzustellen und hing am Stahlseil wie ein hilfloser Fisch an der Angel. Auch mit den Posen am Geländer wollte es nicht klappen. „Viel zu steif“, war Heidis Fazit. Das war Grund genug, die junge Frau nach Hause zu schicken. Mister Rankin war besonders begeistert von der ehemaligen Turnerin Höpke. Die überzeugte mit perfekter Körper- und Beinhaltung und einem schönen Gesichtsausdruck.

Für die zweite Hälfte der Mädchen hieß es: Luft anhalten! Es ging unter Wasser und zwar für die üblichen Fotos, auf denen man leider meistens vergeblich versucht, ein paar bezaubernde Meerjungfrauen abzulichten. Vorher wurde geübt, wie man lange unter Wasser bleiben kann und wie man das Gesicht am besten so verzieht, dass es trotzdem noch elegant aussieht.

"Germany's next Topmodel - by Heidi Klum"

Zu dem mehr oder weniger spannenden Fotoshooting wurden die Kandidatinnen in ein Becken voll mit Fischen und kleinen Haien geworfen und mussten zeigen, wie sie unter Wasser posieren können. Die ein oder andere hatte ihre Schwierigkeiten mit den Babyhaien und plötzlich gab es sogar die ein oder andere Zickerei. Sabrina (Foto unten) fühlte sich von den anderen nicht verstanden und reagierte auch wenig amüsiert, als einige der anderen Kandidatinnen versuchten ein paar Witze über Haiangriffe zu reißen. Verschüchtert, ängstlich und mutlos stieg die dunkelhaarige Schönheit ins Wasser. Und schon fingen die Probleme an. Unter-Wasser-Fotos kommen eben nicht gut rüber, wenn man sich die Nase beim Untertauchen zuhält.

"Germany's next Topmodel - by Heidi Klum"

Nach langem Zögern und Diskutieren schaffte sie dann doch, sich ein kleines bisschen frei zu fühlen unter Wasser und siehe da….Sabrina schaffte es, das perfekte Foto zu bekommen. Alle anderen machten auch einen guten Job und es hagelte nur so Lob von Heidi Klum, Thomas Hayo und Enrique Badulesco. Genauso unspektakulär lief es auch in der zweiten Hälfte der Sendung. Die Mädels rollten und sprangen durch die Sandwüste und dabei kam ein gutes Bild nach dem anderen zustande. Ja, die Mädels scheinen zumindest in den ersten Tagen eine wirklich tolle Model-Arbeit zu leisten. Aber wie wir alle wissen, kann sich das auch ganz schnell ändern. (SV)

Fotos: ProSieben/Oliver S., ProSieben/Kaveh Kasravi.