Mittwoch, 13. März 2013, 8:45 Uhr

Uwe Ochsenknecht unterstützt Karrieren seiner Söhne "nicht unbedingt"

Uwe Ochsenknecht (57) bewertet die berufliche Entwicklung seiner Söhne nicht immer positiv. “Alles, was sie haben, ist der Name und die alten Filme. Und das reicht nicht auf Dauer”, erklärt er offen in einem Interview mit ‘Frau im Spiegel’.

Er habe stets Bedenken gehabt, dass sie ihm beruflich nacheiferten. Und die Bedenken habe er bis heute. “Ich habe immer gewusst, es wird die Phase kommen, die nach den ,Wilde Kerle’-Filmen auch eingetreten ist, wo jetzt erstmal Pause ist. Da verändern sie sich, es werden junge Männer, es werden ganz andere Typen. Und dann fangen die von Null an”, sagt der Schauspieler, der mit seinen Kindern Wilson Gonzalez (23), Jimi Blue (21) und Cheyenne Savannah (12) aus der geschiedenen Ehe mit Natascha Ochsenknecht (48) ein eher lockeres Verhältnis pflegt. Zu Sohn Rocco (26) aus einer früheren Beziehung hat er gar keinen Kontakt. Dabei hat der ihn gerade zum Opa gemacht.

Uwe-Ochsenknecht

Und wie gehen seine jüngeren Söhne damit um, keine gefragten Stars mehr zu sein? – Uwe Ochsenknecht sagte in dem Interview: “Die gehen gut damit um. Ich meine nur, sie könnten ein bisschen mehr dafür tun.” Das Problem sei, “dass sie schon im Rampenlicht standen und erfolgreich waren”. Es sei für sie schwer zu verstehen, dass sie noch mal für vier Jahre auf eine Schauspielschule gehen sollten. Das sei schwierig.

“Aber ich wusste, dass dieser Moment kommt. Sie haben aber ab und zu zu tun, gehen auch zu Coachings. Sie haben Seminare und machen Workshops und bilden sich weiter. Das wird schon irgendwie hinhauen”, so der 57-Jährige. Unterstützung haben sie von ihm allerdings “nicht unbedingt”. Uwe Ochsenknecht: “Irgendwann muss der Laden von alleine laufen.” Er habe sie auch nie im strengen Sinne unterstützt.

Auf die Frage, wie oft er mit seinen Kindern zusammen ist, antwortet er: “So oft es geht. Man muss dazu sagen: Immer, wenn sie mal Zeit haben.” Uwe Ochsenknecht hatte “nie das Problem, loszulassen, was die Kinder betrifft”. Er sei selbst mit 17 von zu Hause weg, für vier Jahre auf die Schauspielschule, und das habe ihm sehr gut getan. “Wenn es Sinn macht, sollen die so früh wie möglich raus und die Welt entdecken und ihr Ding machen.” Der berühmte Darsteller hat bei der Generation seiner Kinder “oft den Eindruck, dass sie nicht das Gefühl haben, dass sie etwas müssen oder wollen”. Da gehe auch keiner mehr auf die Straße und demonstriere.

“Für was sollen die kämpfen? Die können lange Haare haben, die können gepierct sein – damit können sie unsere Generation nicht mehr schocken.” Ob ihn gar nichts schocken kann, was seine Kinder tun? – “Natürlich können mich lebensgefährliche Dinge schocken, wenn sie Scheiß bauen. Aber ob sie lange oder kurze Haare haben oder ein Piercing am Auge tragen, da sagen wir: Wenn es dir gefällt, dann mach es.”

Foto: WENN.com