Samstag, 16. März 2013, 19:49 Uhr

Nico Hofmann: Grosses Kriegs-Epos schildert Erlebnisse seiner Eltern

Für Star-Filmproduzent Nico Hofmann (53) ist sein mit Spannung erwartete Kriegs-Epos ‘Unsere Mütter, unsere Väter’ auch ein Film über die Kriegserlebnisse seiner eigenen Eltern.

Es gebe in dem Film Geschichten, die aus der Dauerdiskussion mit seiner Mutter über den Krieg entstanden seien, sagte Hofmann der ‘Bild’-Zeitung (Samstagsausgabe). Bestimmte Szenen – etwa wie ein kleines jüdisches Mädchen erschossen wird – habe sein Vater erlebt.

Nico-Hofmann

Der Dreiteiler ‘Unsere Mütter, unsere Väter’ erzählt von fünf jungen Menschen in den Gräueln des Russlandkriegs von 1941 bis 1945. Der Dreiteiler startet an diesem Sonntag im ZDF. Hier gibt es die wichtigsten Hintergrund-Infos!

Hofmanns Mutter Ulla Hofmann (82) sagte der Zeitung: “Die Generation von Männern wie Nicos Vater, er ist 88, leidet bis heute besonders unter diesem Krieg.” Sie selbst sei im “Kinderland-Verschickungslager” im Schwarzwald nationalsozialistisch indoktriniert worden, “ohne dass wir Kinder das merkten”.

Nico Hofmann fügte hinzu: “Meine Mutter brauchte jahrelang, um zu verstehen, dass Adolf Hitler kein Vaterersatz, kein Religionsersatz, kein Missionar war.”

Unsere Mütter, unsere Väter

Ulla Hofmann sagte dem Blatt: “Ich hatte Angst vor dem Film. Angst, dass er mir zu nahegeht. Aber jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, sage ich: Genau so war es im Krieg. Das tut vielleicht weh, aber wir müssen hinsehen.”

Nico Hofmann habe zehn Jahre an dem Projekt gearbeitet, dass 14 Millionen Euro verschlang. (dpa/KT) 034

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Unsere Mütter, unsere Väter

Fotos: WENN.com, ZDF/ David Slama