Dienstag, 19. März 2013, 14:46 Uhr

Silly: Nase voll von den ewiggestrigen Fragen nach ihrer Herkunft

Die einstige DDR-Kultband Silly will nicht länger als Ost-Band gelten. “Wir haben viele alte Fans abgeholt, die Silly aus dem Osten kannten, das stimmt. Wir haben aber auch viele neue Fans getroffen auf unserem Weg”, sagte Frontfrau Anna Loos (42) bei der Vorstellung ihres neuen Albums ‘Kopf an Kopf’ beim Radiosender SAW in Magdeburg.

“Wir kennen das auch nicht so. Wir sind ja mit ‘Alles Rot’ schon 2010 unterwegs gewesen – da waren wir im Osten und im Westen unterwegs.

Pressefoto Silly 2013 - CMS Source

Unterdessen machte sich auch Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker Luft. Auf Facebook schrieb er zu der Pressekonferenz: “So langsam hab ich die Schnauze voll von so einigen Schreiberlingen. Die drehen einem mit Absicht das Wort im Munde rum, in der Hoffnung sie kriegen ‘ne dicke Zeile verkauft. Wegen unserem Album geben wir im Moment täglich Interviews und gestern z.B. war in einer kleinen Pressekonferenz bei Radio SAW in Magdeburg einer von dpa da. Zum Album hat der nicht eine Frage gestellt. Wahrscheinlich kannte er es nicht. Dafür aber zum Thema ‘Ostband’, immer und immer wieder. Das Thema ist für uns nicht neu und auch unsere Antworten darauf sind klar.”

Pressefoto Silly 2013 - CMS Source(1)

Silly haben sich nie auf  “dieses Label ‘Ost-Band’ oder ‘Ostrock-Band’ beschränken lassen. So haben wir uns nie gesehen”, fügte Hassbecker hinzu.

Mit dem Titel ‘Alles Rot’ war die Band 2010 für Sachsen-Anhalt beim Bundesvision Song Contest angetreten und auf den zweiten Platz gekommen. Das neue Album erscheint am 22. März. (kt/dpa)

Kopf an Kopf (Deluxe Edt.)_ Silly - CMS Source

Fotos: Jonny Soares