Mittwoch, 20. März 2013, 22:50 Uhr

Britenstar Sarah Brightman fliegt als erste Musikerin ins Weltall

Die britische Sängerin Sarah Brightman, die 2015 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen wird, will im Weltraum singen. Die 52-Jährige Sopranistin und Gelegenheits-Popsängerin sagte der Illustrierten ‘Bunte’: “Ich werde versuchen, zu singen und vielleicht sogar Musik aufzunehmen.”

Der Ausflug ins Weltall sei für sie kein Urlaub, sondern Arbeit machte Brightman in dem Interview klar.

Sie habe wochenlang psychische und physische Belastungstests über sich ergehen lassen und habe Jahre auf die Genehmigung für den Weltraumflug gewartet. “Ich bin keine Weltraumtouristin. Ich packe keinen Koffer und checke in ein Hotel ein”, sagte die Britin.

Seit 1981, als sie mit Cats ihr gefeiertes Debüt im West End gab, ist Brightman eine inspirierende, einflussreiche Persönlichkeit in der Musikszene, die am 5. April übrigens ihr elften Studioalbum ‘Dreamchaser’ veröffentlicht.

Brightman wird Teil einer dreiköpfigen Crew sein, die an Bord einer Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation ISS fliegt. Sie wird die Erde täglich sechzehn Mal umrunden und die erste professionelle Musikerin sein, die einen Song im All aufnimmt – ein weiterer bahnbrechender Moment in einer Karriere, die uns bereits mit so vielen Nova begeistert hat. Nach eingehenden mentalen und körperlichen Untersuchungen im russischen Star City wurde Brightman für geeignet befunden, sich als Kosmonautin ausbilden zu lassen. Sie selbst vergleicht die Vorfreude auf die bevorstehende Reise mit einem Gefühl der Verliebtheit. „Es ist wundervoll“, sagt sie. „Es schwingt immer mit, auch wenn ich nur die Straße entlanggehe.“

In ihrer Eigenschaft als Botschafterin der UNESCO und „Künstlerin für den Frieden“ betrachtet Brightman das Leben auf einer Raumstation, das die sorgsam geteilte Nutzung von Ressourcen sowie einen klaren, standhaften Fokus auf Nachhaltigkeit erfordert, als Modell für ein bedächtigeres Leben auf unserem Planeten. „Nachhaltigkeit ist ein komplexes Konzept, das manchmal schwer zu definieren ist. Ich habe in meinem bisherigen Raumfahrttraining gelernt, dass das erste Ziel in einem Raumfahrzeug oder einer Raumstation ist, sicherzustellen, dass die Zufuhr von Wasser und Luft zu jeder Zeit gewährleistet ist. Wenn das nicht funktioniert, sind die Auswirkungen unmittelbar und verheerend.

Mit unseren Ressourcen auf der Erde verhält es sich nicht anders – die Erde ist eigentlich ein Raumschiff mit menschlichen Bewohnern“, erklärt sie.

Im Laufe des achttägigen Aufenthalts an Bord der Raumstation wird Brightman mit Stolz für das UNESCO-Mandat für Frieden und nachhaltige Entwicklung eintreten. Nach ihrer Rückkehr zur Erde möchte sie mehrere große „Space to Place“-Konzerte an Weltkulturerbestätten, in Biosphärengebieten und in Geoparks der UNESCO geben. Neben ihrem Engagement für den globalen Umweltschutz ist Brightman eine ebenso glühende Verfechterin für die Ausbildung von Frauen in wissenschaftlichen Bereichen.

„Wenn ich ein Bewusstsein für Frauen in der Wissenschaft schaffen kann – dafür, dass sich auch Frauen zu Astronauten, Kosmonauten oder im Ingenieurswesen ausbilden lassen können – dann ist das schon ein kleiner Erfolg.“ (dpa/KT/UM) 038

Fotos: Universal Music