Freitag, 22. März 2013, 14:50 Uhr

"Cloud Atlas" ist Favorit beim Deutschen Filmpreis

Tom Tykwers Drama ‘Cloud Atlas’ ist mit neun Nominierungen der große Favorit für den Deutschen Filmpreis 2013. Mit insgesamt acht Nominierungen ist ihm Jan Ole Gerster mit seinem Berlin-Film ‘Oh Boy’ dicht auf den Fersen.

Chancen auf die begehrte Lola-Trophäe hat mit sechs Nominierungen aber auch Margarete von Trottas Filmbiografie ‘Hannah Arendt‘. Das gaben am Freitag Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, in Berlin bekannt.

Sechs Filme bewerben sich um den Hauptpreis für den besten Spielfilm: Neben ‘Cloud Atlas’, ‘Oh Boy’ und Hannah Arendt’ ist in dieser Sparte auch Oskar Roehlers Familiensaga ‘Die Quellen des Lebens’ nominiert. Weitere Nominierungen gingen an Julian Roman Pölslers Roman-Verfilmung ‘Die Wand’ und das Weltkriegsfilm ‘Lore’ von Cate Shortland.

In der Kategorie beste weibliche Hauptdarstellerin haben drei Schauspielerinnen Chancen auf die begehrte Lola: Martina Gedeck für ihre Rolle in der Roman-Verfilmung ‘Die Wand’, Birgit Minichmayr für ihre Leistung in «Gnade» und Barbara Sukowa für die Titelrolle von ‘Hannah Arendt’. Als beste Schauspieler gehen Tom Schilling ‘Oh Boy’), Sabin Tambrea (‘Ludwig II.’) und Edin Hasanovic (‘Schuld sind immer die anderen’) an den Start.

Tykwer (‘Lola rennt’, ‘Das Parfum’) realisierte ‘Cloud Atlas’, den teuersten deutschen Film aller Zeiten, gemeinsam mit den US-Regisseuren Lana und Andy Wachowski (‘Matrix’-Trilogie). Ihre Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von David Mitchell über Liebe, Tod und Wiedergeburt sprengt ästhetisch und erzählerisch die Grenzen.

In der Kategorie bester Kinderfilm sind ‘Das Haus der Krokodile’ von Cyrill Boss und Philipp Stennert sowie ‘Kaddisch für einen Freund’ von Leo Khasin nominiert. Drei Filme sind in der Sparte bester Dokumentarfilm in der Konkurrenz: ‘Vergiss mein nicht’ von David Sieveking, ‘Die Wohnung’ von Arnon Goldfinger und ‘More Than Honey’ von Markus Imhoof.

Der Deutsche Filmpreis ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Filmpreisgala ist am 26. April im Berliner Friedrichstadt-Palast. (dpa) 034

Foto: X-Verleih