Donnerstag, 28. März 2013, 20:35 Uhr

Jetzt kommen OK KID: Hip Hop meets Elektro

OK KID? Der Name ist vielleicht nicht allen gleich ein Begriff. Jona:S dafür schon eher. Aus dem fünfköpfigen HipHop – Kollektiv, das mit zwei EP´s („Elektrisch“ und „Grau“) schon auf sich aufmerksam machen konnte und 2009 den Radio Award für neue Musik Gewann, hat sich das Trio OK KID gebildet. OK? KID? Das hat man doch schon irgendwo gehört. Und zwar bei Radiohead.

Deren Platten „OK Computer“ und „KID A“ sind für die drei Jungs von OK KID zwei der wohl besten Platten aller Zeiten und Inspiration sondergleichen gewesen.

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Auf „OK KID“ gibt es aber keine avantgardistisch-vertrackte Nischenmusik. Vielmehr setzt sich die Musik von OK KID aus den Einflüssen aller drei Bandmitgliedern zusammen. Da wäre Sänger / Rapper Jonas mit seiner klassischen HipHop- aber auch Trip-Hop- und Elektonikaprägung. Dann Raffi, der seit jeher Beats bastelt und der mit einer vielsichtigen Musikmixtur aus Nine Inch Nails, Deftones und HipHop sozialisiert wurde. Und zu guter Letzt Moritz, der Keyboarder der Band, den poppiges Songwriting und Soundwelten à la Radiohead, Massive Attack oder Miike Snow inspirieren.

Ok-Kid

Zusammen ergibt das ein genreübergreifendes Fundament, auf welches OK KID ihr musikalisches Konzept bauen. „Wir haben uns darauf zurückbesonnen, was wir alle gefeiert haben, als man noch naiv unvoreingenommen Musik gehört hat. Und auch wenn man „OK KID“ den HipHop – Background anhört, ist der Sound von OK KID soweit vom klassischen Rap entfernt, dass man mit der Szene gar nicht konkurrieren muss“. „Uns hat schon immer die Rapmusik inspiriert, die das Genre maßgeblich verändert hat und größer war als Rap.“ Seien es The Streets, Beastie Boys oder N.E.R.D..

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Produziert haben OK KID das Album gemeinsam mit Robot Koch ( Marteria, Casper, u.a) und Sven Ludwig (Roman Fischer, Puppet Masters). Letzten Endes waren OK KID so nicht allein im Studio, sondern arbeiteten mit Robot und Sven als fünfköpfiges Team an ein und derselben Vision. „Alles klingt so, wie wir das haben wollen“, blicken die drei stolz auf ihr Album.

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Herausgekommen ist eine deutsche Pop-Platte, die das Prädikat progressiv mehr als verdient hat. „Progressiv heißt für uns, Musik zu machen, die auf der einen Seite angenehm ins Ohr geht, ohne sich dem Hörer anzubiedern, aber auch viele Subebenen hat – sei es in den Texten ohne den Sounds. Das setzt natürlich voraus, dass man sich es mit dieser Platte nicht zu einfach macht. Doch wer sich auf OK KID einlässt, der wird mit, intelligenten Wortspielen, popkulturellen Querverweisen und nicht zuletzt ,it einer Soundästhetik belohnt, die so unpeinlich, relevant und weltoffen klingt, wie es deutscher Popmusik nur äußerst selten gelingt.

Fotos: SonyMusic