Freitag, 29. März 2013, 11:50 Uhr

"G.I. Joe: Die Abrechnung" und sein 3D-Geheimnis - Premiere in L.A.

Seit gestern läuft ‘G.I. Joe: Die Abrechnung’ in den deutschen Kinos. Eigentlich war die Premiere, die gestern in Los Angeles über die Bühne ging, längst für letzten Sommer vorgesehen, aber dann entschied man sich doch für eine nachträgliche 3D-Konvertierung. Warum nicht gleich in 3D gedreht wurdem, bleibt das Geheimnis der Produktion.

Nach den ersten Konvertierungsversuchen ‘G.I. Joe: Die Abrechnung’ (hier geht’s zur Kritik) waren Regisseur Jon M. Chu (Foto unten) und Produzent Lorenzo di Bonaventura sich dann aber offenbar einig: Dieser 3D-Film wird für eine besondere Art des Vergnügens sorgen.

Premiere Of Paramount Pictures' "G.I. Joe: Retaliation" - Arrivals

Mehrere Monate verbrachten die beiden Filmemacher in den legendären Stereo D Studios, die auf 3D-Konvertierung spezialisiert sind und bereits Filme wie „Titanic“ und „Avatar“ in 3D umsetzten.

Über 700 Spezialisten saßen an der Umwandlung des G.I. JOE-Films und bearbeiteten jedes einzelne Bild, indem sie individuelle Gegenstände mittels Rotoskopie ausschnitten und neu platzierten. Diese auf höchsten technischen Standards basierende Anwendung ermöglichte es Chu und di Bonaventura, Objekte in jedem Bild individuell nach ihren eigenen Vorstellungen hervorzuheben und zu kontrollieren.

Premiere Of Paramount Pictures' "G.I. Joe: Retaliation" - Arrivals

„Bei einer 3D Konvertierung dreht sich alles um Wiederholung“, erzählt di Bonaventura, der von den Fortschritten der technischen Mittel fasziniert ist. Chu ergänzt: „Wir sind jedes Bild immer und immer wieder durchgegangen, denn sobald man auch nur ein Objekt in der Szene manipuliert, verändert sich die komplette Ansicht.“

Die 3D Konvertierung des Films als künstlerisches Mittel ermöglichte es den beiden Filmemachern neue Dinge auszuprobieren, wie die Kampfszenen in den Bergen oder die Explosionen der Raketen.

„Jon hatte die Idee die Raketen außerhalb des Bildes zu platzieren und sie sozusagen über die Köpfe des Publikums hinwegfliegen zu lassen. Bei solch einer Szene kommt diese filmische Inszenierung erst richtig zur Geltung. In 2D hätten wir das niemals so darstellen können“, erklärt di Bonaventura.

Premiere Of Paramount Pictures' "G.I. Joe: Retaliation" - Arrivals

Nach monatelanger Arbeit wurde der Film fertiggestellt. Auf der großen Leinwand liefern die außergewöhnlichen Kulissen einen packend spektakulären Eindruck. „Ich denke, dass 3D es uns erlaubt, das Publikum buchstäblich in unseren Film einzuladen. Die Handlung erstreckt sich über viele Schauplätze auf der ganzen Welt, von Tokio über Pakistan bis in den Himalaya. 3D ermöglicht es uns, das Publikum diese Schauplätze hautnah spüren zu lassen“, freut sich Regisseur Jon M. Chu.

Doch auch die Kampfszenen wirken durch das neue visuelle Design noch intensiver und mitreißender.

Premiere Of Paramount Pictures' "G.I. Joe: Retaliation" - Arrivals

Gestern Abend fand in Los Angeles übrigens auch die Premiere zu dem Spektakel statt. Bruce Willis kam mit Gattin Emma Heming und Tochter Rumer Willis, die ihren Boyfriend Jayson Blair im Schlepptau hatte. Dwayne ‘The Rock’ Johnson brachte seine bezaubernde Freundin Dwayne Lauren Hashian mit.

Während Hauptdarsteller Channing Tatum die Londoner Premiere am 18. März mit seiner Anwesenheit krönte, war er allerdings in Los Angeles nicht dabei. Grund könnte die Schwangerschaft seiner Gattin Jenna Dewan-Tatum sein. Die 32-jährige twitterte gerade: “Ich will meine Schwangerschaftshose gar nicht mehr ausziehen. Die ist so bequem!”

G.I. JOE: RETALIATION

Fotos: Paramount Pictures