Dienstag, 23. April 2013, 13:50 Uhr

Charts der Woche: Prinz Pi an der Spitze

Eben noch als geheimer Thronanwärter gehandelt, übernimmt Prinz Pi ab sofort das Zepter in den deutschen Album-Charts von media control. Seine 15. Platte „Kompass ohne Norden“ weist dem Hip-Hopper (Foto unten) den direkten Weg an die Spitze. Sozialkritisch und facettenreich wie kaum ein anderer im Genre, singt der Berliner über Ratlosigkeit, Perfektionsdrang und Kommunikationsstress der Generation 30plus.

Angehender Vater, Auftritte bei „Wetten, Dass..?“, „DSDS“ und „Let’s Dance“, ein gemeinsames Duett mit Reese Witherspoon und jetzt auch noch das neue Album: Michael Bublé sorgt für Nachrichten im Minutentakt. Dass er nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch im Frühling die Herzen der Musikfans erwärmt, stellt er mit „To Be Loved“ auf Rang zwei unter Beweis.

Die Vorwochensieger von Volbeat drehen ihre Lautstärke etwas zurück und bringen „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ jetzt an dritter Stelle unter.

Zweiter Rap-Act der Stunde ist Alpa Gun, dessen Scheibe „Alles kommt zurück“ auf der Fünf einschert. Zuletzt machte der 32-Jährige im Fernsehen von sich reden, als er eine Hauptrolle in der ZDF-Krimi-Reihe „Verbrechen nach Ferdinand von Schirach“ übernahm.

Wer dachte, dass Daniele Negroni nach seinem Vizesieg bei „DSDS“ eine Eintagsfliege bleibt, hat weit gefehlt. Völlig „Bulletproof“ schießt der Teenie-Schwarm von null auf sieben.

Wie ein „Gentleman“ benimmt sich Südkoreas Superstar Psy im Video seines neuen Partykrachers nicht unbedingt. Vielleicht gerade deswegen steht er dem Vorgänger „Gangnam Style“ in Punkto Fröhlichkeit, Witz und leiser Gesellschaftskritik in nichts nach.

Auf Platz zwölf startet der neue Song deutlich stärker als sein beliebter Vorgänger vor knapp einem halben Jahr: „Gangnam Style“ debütierte im September 2012 auf Position 50, kletterte dann kontinuierlich nach oben und führte drei Wochen die digitale Hitliste an. Insgesamt verweilte der Song über mehrere Monate in der Top Drei. Aktuell rangiert „Gangnam Style“ auf der 56.

Auch Sam and the Womp sind keine Kinder von Traurigkeit. Das 2009 in London gegründete Trio mixt Balkanmusik und Ska mit Elektroelementen und legt seinen ersten Hit „Bom Bom“ auf der 47 vor.

An der Spitze gibt es einen Führungswechsel. Popröhre Pink feiert mit „Just Give Me A Reason“ (feat. Nate Ruess) ihre zweite Nummer eins nach „So What” (2008) und verscheucht Straßenmusiker Passenger („Let Her Go“) auf die Zwei. Macklemore & Ryan Lewis feat. Ray Dalton („Can’t Hold Us“) haben an dritter Position erneut die Ruhe weg. (MC)