Donnerstag, 27. Juni 2013, 21:53 Uhr

Wird Tim Oliver Schultz der neue Liebling des deutschen Kinos?

Am 11. Juli startet in den deutschen Kinos ‘Systemfehler – Wenn Inge tanzt’.

Darin spielt Tim Oliver Schultz (25) die Hauptrolle des Max, Frontmann der Punkband ‘Systemfehler’. Für den neuen Streifen wurde der junge Schauspieler vor einige harte Proben gestellt, wie er erklärt: „Ich habe zwar nicht viel mit Max gemein, verfügte auch über keine musikalische Vorbildung, aber ich wollte diese tolle Rolle unbedingt spielen“.

Und so musste Tim prompt singen und Bass-Gitarre spielen lernen, körperliches Fitnesstraining absolvieren, sowie auch rauchen und sich darauf vorbereiten, nach dem Film fit für echte Live-Konzerte mit der neuen und vor allem realen Band zu sein. „Ich traute mir das angesichts der knappen Zeit gar nicht zu!“, verrät er, aber dank der tatkräftigen Unterstützung seines Musik Coaches Robert Matt wurde er letztendlich davon überzeugt die Sache durchzuziehen.

Die harte Arbeit an ‘Systemfehler – wenn Inge tanzt’ scheint sich gelohnt zu haben, denn Regisseur des Films, Wolgang Groos (45) ist begeistert über die Leistung. Er lobt: „Ich glaube, dass Tim noch nie so gut war wie in diesem Film. Er hat extrem viel dafür investiert, nicht nur Bassspielen gelernt und das Gesangscoaching absolviert, sondern sich auch mit Körpertraining intensiv auf die Rolle vorbereitet.“

Auch Tim ist mindestens genauso erfreut über die Zusammenarbeit und schwärmt: „Wolfgang Groos ist aufgrund seiner langen Erfahrung in der Branche bestens bekannt, und alle sind begeistert von ihm. Er kennt nicht nur jede Szene und jede Einstellung des Skripts in- und auswendig, sondern beantwortet auch jede unserer Fragen, was die Rollen und die Darstellung angeht. Dadurch schafft er ein großes Vertrauen.“

„Neben der Musik waren die Hauptdarsteller der wesentliche Baustein des Projekts“, bestätigt auch Produzent Schuenemann. „Wir haben uns viel Zeit gelassen, bis wir uns sicher waren: Tim Oliver und Paula überzeugen als Liebespaar.

Paula wirkt als Inge sehr glaubwürdig einerseits in der Ablehnung all dessen, wofür Max und seine Clique stehen, aber ebenso intensiv entwickelt sie dann die Figur – mit der Aussicht auf eine Annäherung von Inge und Max. Als die Dreharbeiten dann begannen, hat sich unsere Auswahl klar und eindeutig bestätigt.“

„Paula und Tim haben bereits beim Casting eine Szene zusammengespielt, und wir fanden es sehr u?berzeugend, wie sie sich fetzten“, berichtet Produzent Lorino. „Gleichzeitig spürte man, dass der arrogante Max, wie Tim ihn spielt, die etwas reflektiertere Inge durchaus positiv beeindrucken kann, weil er genau wie sie eine überzeugende Persönlichkeit darstellt, auch wenn er sie anfangs hinter dem Macho-Gehabe verbirgt. Für uns war der Fall klar: Die Chemie stimmt!“

Und wie hat sich Tim da überhaupt in seine neue Rolle hineinversetzt? „Mir fehlt Max‘ souveränes Selbstbewusstsein – gefunden habe ich es durch seine Auftritte als Rockmusiker: Auf der Bühne zu stehen und zu spielen hat mir geholfen, irgendwann selbst zu glauben, dass ich ein toller Typ sein kann, auf den die Mädchen stehen.“

An Erfahrung im Schauspielern fehlt es Tim Oliver auf jeden Fall nicht. Er wurde 1988 in Berlin geboren. Schauspielunterricht nahm er bei Cathy Haase, Regula Kukula und Ulrike Jackwerth. Bekannt wurde er 2008 mit der Rolle des Jens in Dennis Gansels aufsehenerregendem und preisgekröntem Kinofilm ‘Die Welle’.

Im Kino war er außerdem noch durch die Hauptrolle des zuru?ckhaltenden Richard in ‘Ameisen gehen andere Wege’ (2011) und die des sadistischen Paul in ‘Der andere Junge’ (2007) aufgefallen.

Zu seinen zahlreichen Fernsehfilmen zählen unter anderem ‘Vater aus heiterem Himmel’ (2010),’ Zuru?ck zum Glück’ (2010), ‘Heute keine Entlassung’ (2009), ‘Vulkan’ (2009), ‘Das Geheimnis im Moor’ (2006) oder ‘Glu?ck auf halber Treppe’ (2005).

Hinzu kommen diverse Serienrollen zum Beispiel in ‘Alarm fu?r Cobra 11’ (2012), ‘SOKO Stuttgart’ (2011), ‘Polizeiruf 110’ (2011), ‘Siebenstein’ (2010), ‘Hallo Robbie!’ (2008) oder ‘Ein starkes Team’ (2001).

Fotos: TOM TRAMBOW/SPLENDID