Samstag, 27. Juli 2013, 11:31 Uhr

Überflieger Yasha: Jetzt ist sein Album "Weltraumtourist" da

Yasha ist die Stimme von „Verstrahlt“ und eine der Stimmen von „Lila Wolken“. Yasha Conen ist ein Mensch, der keine Angst vor großen Melodien hat und er dürfte einer der nächsten großen Durchstarter 2013 sein.

Unterlegt mit den außergewöhnlichen und perfektionistischen Soundkonstruktionen der Krauts, die auch schon für das Peter Fox Album „Stadtaffe“ verantwortlich zeichneten, gewinnt seine Stimme eine surrealistische Schärfe, die immer so wirkt als würde sie aus einer anderen Sphäre kommen, umgeben von einem Strahlenkranz, entrückt und verrückt.

In seiner Jugend schraubte Yasha extreme Beats zusammen, zu denen keiner mehr tanzen konnte, die aber trotzdem auf Platte gepresst wurden und in Japan begeisterte Abnehmer gefunden haben. Yasha brach jede Konvention, zerlegte jeden Beat, dekonstruierte jegliche Melodie, bis wirklich nichts mehr übrig war, außer Lärm und nach eigenen Worten hat er schon mit so vielen Regeln gebrochen, dass er heute als Sänger keine Angst vor gar nichts mehr hat. Weder vor künstlerischer Radikalität noch vor poppigen Melodien.

Yasha kann tatsächlich alles machen, was er will. Es gibt keine Grenzen mehr. Keine Barrieren und keine selbstauferlegten Schranken.

In seinen Texten geht es oft um den Augenblick. Den einen magischen Moment, den einem keiner mehr nehmen kann. Das Gefühl, an dem die Anderen, die Alten, die Verstaubten und Vergreisten nicht mehr teilhaben können, weil sie vergessen haben, wie es ist, jung zu sein. Jene Momente, in dem all das Andere, die Drogen, der Ruhm, das Geld, die Jagd nach dem Glück vollkommen gleichgültig werden und man nur noch ist.

Fotos: SonyMusic, Paul Ripke