Freitag, 02. August 2013, 14:39 Uhr

Wacken 2013: Bei der Festival-Sause haben echt alle die Brille auf

Ein Bild für die Götter! Wie berichtet fand gestern die Premiere des ersten Trailers von ‘Wacken 3D – louder than hell’ auf dem weltgrößten Heavy-Metal-Festival „Wacken“ statt. Das wurde gestern abend mit dem Auftritt von Rammstein und Überraschungsgast Heino eröffnet.

Wacken-3D-trailer-2

Wir haben ein paar Bilder von der Premiere, die zeigen wie sich zehntausende „Metalheads“ mit ihren Wacken-3D-Brillen den ca. 7-minütiger 3D-Trailer von ‘Wacken 3D’ anschauten.

Die 3D-Brillen im Anaglyphen-Verfahren – bei dem die Bildtrennung durch eine rote und eine blaue Hälfte erfolgt – wurden an den Eingängen zur Hauptbühne des WOA verteilt. Die Vorführung des Trailers dürfte somit zu einer der zuschauerstärksten 3D-Vorführungen gewesen sein, die es bislang gegeben hat.

Mit insgesamt 18 3D-Kameras wird dieser Tage das komplette Festivalgeschehen in echtem 3D aufgrnommen. Der Kinofilm über das ganzeWacken-Universum in all seiner Vielfalt, seiner Stimmung und seiner ungebändigten Wucht soll im Frühjahr 2014 in dien Kinos kommen.

Wacken-3D-trailer-1

Das Wacken Open Air (W:O:A) gilt zwar als größtes Heavy-Metal-Festival der Welt, eine Prise Klamauk hat aber im übrigen immer Tradition. Im Fall der Wackener Feuerwehrkapelle wird sie sogar regelrecht verehrt.

“Wacken, Wacken, Feuerwehr!” schallt es über das Festivalgelände, als die Blaskapelle ‘Firefighters’ zur Eröffnung den letzten Ton geblasen haben. “Wahnsinn. Normalerweise sind für uns 500 Leute schon viel. Hier auf dem Festival sind es gefühlt 100.000”, sagt Hans-Otto Kählert, noch ein wenig aufgekratzt von der Show. Der 46-Jährige hilft in diesem Jahr am Altsaxophon aus. Während Rammstein (Foto unten mit Til Lindemann gestern) in New York und Madrid auftreten, ist Kählerts musikalische Heimat eigentlich der Feuerwehrmusikzug in Hanerau-Hademarschen. Bei Wacken treffen sie aufeinander. Die Dorfkapelle gehört seit 2003 zur festen Tradition.

Wacken Open Air Festival 2013

“Wacken ist doch groß genug für alle”, sagt zum Beispiel Mambo Kurt. Er spielt in Wacken seit 2004 Konzerte an einer Heimorgel mit einem, nun ja, sehr speziellen Sound. Als der 46-Jährige anfing, war seine Bühne für etwa 150 Leute ausgelegt. Es kamen dann aber über 2500. “Ich bin in Wacken derjenige, der Songs spielen darf, die sich sonst keiner traut, öffentlich zu spielen”, sagt er nach der ersten Show. Sprich: Mit dem Mambo Kurt, der seinen wahren Namen nicht verraten will, findet auch Eurodance von Dr. Alban in Wacken statt.

“Wenn ich 60 Kapellen mit einem langhaarigen Gitarristen gesehen habe, ist es für den einen oder anderen Fan spannend, etwas Nonsens zu sehen”, erklärt Festivalgründer Thomas Jensen die Mischung. So lange immer irgendwo eine Metal-Band zu hören sei, werde das Konzept des Festivals nicht verwässert. (KT/dpa)

Fotos: NFP/Nicole Malonnek