Montag, 12. August 2013, 9:21 Uhr

Oprah Winfrey: Verkäuferin wehrt sich wegen Handtaschen-Skandal

Oprah Winfrey fühlt sich als Schweizer Rassismus-Opfer – jetzt wehrt sich die betreffende Verkäuferin.

Die von der schwarzen US-Talkmasterin (59) des Rassismus beschuldigte Zürcher Verkäuferin wehrt sich entschieden gegen die Vorwürfe.

Die Behauptung, dass Winfrey eine rund 28.000 Euro teure Handtasche nicht zeigen wollte und gesagt habe, sie sei zu teuer für sie, sei “absurd” und “unwahr”. Das sagte die Frau, die anonym bleiben wollte, jetzt der Schweizer Boulevardzeitung ‘Blick’.

Zu dem Trubel um die Geschichte erklärt sie: “Ich kann seit Tagen nicht mehr schlafen. Ich fühle mich wie in der Mitte eines Wirbelsturms. Total machtlos, auch ausgeliefert. Es ist Horror, was da passiert”. Sie habe Winfrey zwar nicht erkannt, aber sie normal bedient und einfach auch andere Taschen angeboten. “Ich weiß bis heute nicht, was ich falsch gemacht haben könnte.” Die Kunden im Geschäft kämen aus aller Welt, sie habe noch nie Probleme gehabt.

Die Frau erklärte zudem, dass ihr Englisch “okay”, aber nicht perfekt sei. Die Ladenbesitzerin hatte zuvor in einem Interview den Vorfall mit einem Missverständnis durch Sprachschwierigkeiten zu erklären versucht.

Der Erklärung folgte dann auch die Verkäuferin: Wenn sie Winfrey treffen könnte, würde sie sich für das “Missverständnis” entschuldigen, so die Frau abschließend: “Ich habe Frau Winfrey sicher nicht absichtlich beleidigen wollen. Ich hoffe, dieser Albtraum ist bald zu Ende.”

Die von Winfrey, eine der reichsten Frauen der Welt, in zwei TV-Interviews erhobenen Rassismusvorwürfe hatten weltweit Schlagzeilen gemacht und auch in der Schweiz eine Debatte um den Umgang mit Ausländern entfacht. (dpa)

Foto: WENN.com