Dienstag, 13. August 2013, 17:22 Uhr

Charts der Woche: Alligatoah ist die neue Nummer 1 in Deutschland

Davon können die allermeisten nur träumen: Mit gerade einmal 23 Jahren lässt Trailerpark-Mitglied Alligatoah bereits die gesamte Musikwelt hinter sich und stürmt von null auf eins der offiziellen Album-Charts, ermittelt von media control® GfK.

Der Wahlberliner schmeißt seine „Triebwerke“ genau zum richtigen Zeitpunkt an und fügt der jüngsten Erfolgsgeschichte des deutschen Hip-Hop ein weiteres Kapitel hinzu.

Auf seinem dritten Album ‘Triebwerke’ beschreitet Alligatoah traumtänzerisch den schmalen Grat zwischen emotionaler Erleuchtung und menschlichen Abgründen. Auf ‘Triebwerke’ unterstreicht er seine gewohnt bitterböse Fröhlichkeit mit einem Feuerwerk an leidenschaftlich detaillierten und akribisch ausgearbeiteten Melodien und Klängen. Die Produktionen entstammen ausnahmslos der Feder Alligatoahs, der während der Schaffensphase seine Gitarren zum glühen brachte, echte Harfen und Orgeln einspielen ließ und die musikalischen Gäste wohl-überlegt platzierte. Pop-Momente verfließen mit Rock-Einflüssen, klassische HipHop-Beats enden in Dubstep-Abfahrten.

Die hiesige Rapzunft hat allerdings in den deutschen Charts noch mehr Blut geleckt. „Blut gegen Blut 3“, der krönende Abschluss von Massivs Brachialtrilogie, spart nicht an bedeutungsschwerer Symbolik und visiert zum Auftakt Platz vier an.

Zwischen die Genre-Kollegen mischen sich das Gothic Novel Rock-Kollektiv ASP und die wiedervereinten Backstreet Boys. Während das Konzeptalbum „Maskenhaft“ elf schaurig-schöne Geschichten erzählt, feiern die ehemaligen Teenie-Idole die Rückkehr von Kevin Richardson – und mit „In A World Like This“ die erste gemeinsame Studioscheibe seit acht Jahren.

Obwohl Casper mitten „Im Ascheregen“ steht, hat er allen Grund zur Freude: Der charismatische Neueinsteiger besucht mit Rang vier zum ersten Mal die oberen Regionen der Single-Charts. Die Dance-Spezialisten R.I.O. stellen sich derweil ganz auf Sommer ein: Ihr „Megamix“ läuft auf Position 19 heiß.

Aviciis 2013er-Sommerhit „Wake Me Up“ ist hellwach zum fünften Mal an der Spitze. Damit lässt er Naughty Boy feat. Sam Smith und Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell keine Chance. Deren Hits „La La La“ und „Blurred Lines“ tauschen die Plätze und rangieren nun auf zwei und drei.

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Fotos: Norman Zoo