Dienstag, 13. August 2013, 19:55 Uhr

Oprah Winfrey tut Wirbel um Schweizer Handtaschen-Skandal leid

Oprah Winfrey hat mit ihren Rassismusvorwürfen weltweit Schlagzeilen gemacht. Ob Kalkül dahinter steckt bleibt unklar.

Der 59-jährigen tut jetzt der Wirbel leid, den ihre Äußerungen über einen angeblich rassistisch motivierten Vorfall in der Schweiz ausgelöst haben.

Die afroamerikanische Moderatorin hatte in zwei TV-Interviews geschildert, dass sie kürzlich in einer Schweizer Edelboutique nicht ganz nach Wunsch bedient worden sei. Dem Nachrichten-Sender CNN zufolge sagte Winfrey nun, die Sache sei viel zu sehr “aufgeblasen” worden. Zugleich wies sie Rufe zurück, nach denen sich die Schweiz als Land bei ihr entschuldigen solle. Die von Winfrey erhobenen Rassismusvorwürfe hatten weltweit Schlagzeilen gemacht und auch in der Schweiz als “Täschligate” unterdessen eine Ausländer-Debatte entfacht.

Die Milliardärin hatte sich eigenen Angaben zufolge in dem Geschäft in Zürich eine Handtasche ansehen wollen, doch die Verkäuferin habe sich angeblich geweigert, diese aus dem Regal zu holen. Die Boutique selbst bezeichnete den Vorfall als ein sprachliches Missverständnis, mit Rassismus habe das überhaupt nichts zu tun.

Die besonders in den USA berühmte Talkmasterin sagte CNN zufolge am Montag in Los Angeles: “Mir tut es wirklich leid, dass es aufgebauscht worden ist.” Sie habe den Vorfall lediglich als Beispiel dafür geschildert, “wenn man an einem Ort ist, von dem Leute nicht erwarten, dass Du es Dir leisten kannst, dort zu sein”.

Oprah Winfrey sagte weiter: “Es sollte möglich sein, dass man in einen Laden geht, egal, wie man aussieht, und sagt: ‘Ich würde dies gern sehen.’ Und das ist nicht passiert.” Sie betonte zugleich: “Es ist keine Anklage gegen das Land und nicht einmal gegen das Geschäft. Es war nur eine Person, die mir nicht die Gelegenheit gegeben hat, eine Tasche zu sehen.”

Am Rande der Premiere des Films ‘The Butler’ sagte noch “Es tut mir leid, dass ich gesagt habe, es sei in der Schweiz geschehen”. Der Vorfall sei ihr eben als erstes eingefallen, als sie in einer Talk-Show danach gefragt wurde, ob sie jemals Rassismus erlebt habe.

Eine Entschuldigung der Schweiz sei unnötig. (dpa/KT)