Sonntag, 18. August 2013, 15:06 Uhr

Das war die WM im Handtaschen-Weitwurf in Bottrop

Kurbeln, Stoßen, Diskus und Freestyle: In diesen Disziplinen haben sich die Teilnehmer der Handtaschen-Weitwurf-Weltmeisterschaft 2013 in Bottrop gemessen.

Nach dem WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Sommer 2012 stand fu?r das Gastgeberland am Samstag nicht weniger als die Titelverteidigung auf dem Spiel. Joachim Mans, LKW-Fahrer aus Attendorn im Sauerland (Foto oben), warf damals im Finale für Deutschland stolze 22,66 Meter und verwies Großbritannien auf den zweiten Platz. Dritter wurde Polen.

Im zweiten Jahr des etwas kuriosen Wettbewerbs warfen am Samstag 14 Teams um die Wette, wie André Puchta als Sprecher der Veranstalter sagte. Am Ende lag die Mannschaft vorn, die in der Ruhrgebietsstadt für Neuseeland angetreten war.

Die Kandidaten vertraten außerdem etwa das Fürstentum Monaco oder die Insel Curaçao. Einige Deutsche seien bei der Jux-Veranstaltung sogar unter der gelb-weißen-Flagge der Vatikanstadt angetreten, sagte der Sprecher. Sie landeten auf dem zweiten Platz, dahinter folgte das Deutschland-Team. Bewertet wird bei der ‚HTWWWM‘ nicht nur die Wurfweite, sondern auch die technische Ausführung und die Choreographie des Auftritts.

Am weitesten warf diesmal Stefan Krämer, 45 Jahre alter Versicherungskaufmann aus Brühl bei Köln, der mit dem zweitplatzierten Vatikanstadt-Team angetreten war. Er schaffte 24,21 Meter und übertraf damit die Bestmarke des vorigen Jahres, als ein Lastwagenfahrer auf 22,66 Meter kam. Krämer sei ein Anfänger, der sich nicht eigens auf die Handtaschen-Weitwurf-WM vorbereitet habe, sagte Puchta am Sonntag.

Damit die Hobby-Athleten bei der Weltmeisterschaft nicht zu unlauteren Mitteln greifen, hatten die Veranstalter in diesem Jahr mit Stabhochspringer Justus Schneider einen Anti-Doping-Beauftragten verpflichtet.

Handtaschen-WM-Bottrop-2

Die fachkundige Jury unter Vorsitz von Präsidentin Irmgard Knüppel und Bundestrainer Jens Vatter beurteilt nach erzielter Wurfweite, technischer Ausführung und Choreographie. Mit Model und Buchautorin Natascha Ochsenknecht gab sich eine ausgewiesene Fashionbegeisterte die Ehre und vervollständigt – an ihrem Geburtstag – die illustre Expertenrunde.

Ausgerichtet wurde der Jux-Wettbewerb vom Bottroper Movie Park und Hobby-Weitwerfern. Ursprünglich wollten 16 Teams antreten. (dpa/KT)

Das war die WM im Handtaschen-Weitwurf in Bottrop

Fotos: Caroline Seidel, Norbert Mispelbaum