Samstag, 24. August 2013, 13:46 Uhr

Starregisseur Roland Emmerich findet Sicherheitsmaßnahmen unerträglich

Roland Emmerich findet deutliche Worte für die rigiden amerikanischen Sicherheitsmaßnahmen nach 9/11.

Der 57-jährige Hollywoodregisseur (‘Independence Day’) verbindet mit seinem neuen Thriller ‘White House Down’ ein politisches Anliegen. “Du willst zwar unterhalten, aber du willst auch irgendetwas geben, irgendwie die Augen öffnen”, sagte er dem Nachrichtenmagazin ‘Focus’.

Der Film beschreibe die aktuelle Situation in den USA, “ein Land, das total geteilt und voller Spannungen ist”. In dem Action-Thriller attackieren nicht ausländische Terroristen den Sitz des US-Präsidenten, sondern einheimische. “Unser Szenario finde ich sehr viel realistischer”, sagte Emmerich. “Irgendwelche ausländischen Terroristen würden erst gar nicht bis nach Washington kommen.”

Das würde wegen der rigiden Sicherheitsmaßnahmen, die die USA nach 9/11 ergriffen haben, nie passieren. Diese Maßnahmen findet Emmerich, der sowohl US-Bürger als auch Deutscher ist, “unerträglich”: “Was jetzt in Amerika passiert, erinnert mich an die Baader-Meinhof-Zeit in Deutschland, in der ich aufgewachsen bin.”

‘White House Down# läuft am 5. September in den Kinos an. Unsere Fotos zeigen Roland Emmerich u.a. mit Bildgestalterin Anna J. Foerster während der Dreharbeiten am Set des Films. (dpa)

Fotos: SonyPictures