Mittwoch, 28. August 2013, 11:01 Uhr

Jake Gyllenhaal über Mode, Geld und den Kampf in Hollywood

Jake Gyllenhaal ist nicht nur seit Jahren erfolgreich im Filmgeschäft, sondern überzeugt auch in puncto Stil – aktuell als Cover-Mann der neuen Herbst-Winter-Ausgabe von GQ Style, die morgen erscheint.

Privat, so der 32-Jährige Hollywoodstar, der als einer der bestaussehenden Männer Hollywoods gilt, sei Mode für ihn aber Nebensache. „Das einzige, was zählt für einen Mann: Er muss mit dem, was er tut, im Einklang stehen. Alles andere kommt von selbst“, so Gyllenhaal im Interview.

Was für Gyllenhaal vor allem zählt, ist, als Schauspieler ernst genommen zu werden: „Ich reagierte jedenfalls allergisch, als ich merkte, dass ich in einer Schublade zu landen drohte, auf der stand: ‚Celebrity‘. Ich wollte nicht wegen meiner Bekanntheit bestimmte Rollen in teuren Filmen annehmen. Was mich wirklich interessiert, ist das Handwerk Schauspielerei“, erklärt Jake Gyllenhaal.

Was ihn reize, seien anspruchsvolle Charaktere – oft eine Seltenheit und somit auch bei den Kollegen heiß begehrt: „Sie haben recht, dass die Konkurrenz um die interessanten Rollen immer aggressiver wird. Alle wollen dieselben raren Rollen, die einen Schauspieler wirklich fordern. Das ist ein knallharter Wettbewerb. Niemand in Hollywood kann erwarten, dass ihm die Traumrollen zufliegen.“

Dass es im Filmgeschäft neben der Kunst vor allem um Profit geht, sieht der Schauspieler gelassen: „Ich habe noch nie während der Arbeit gedacht, ich müsse diese oder jene Entscheidung treffen, damit später mehr Leute ins Kino kommen. Ich kann nur versuchen, mein Bestes zu geben. Meine Währung ist nicht das Geld, sondern meine Kreativität.“

Am 10. Oktober kommt sein neuer Film „Prisoners“ ins Kino, bereits die 25. Kinoproduktion, für die er vor der Kamera stand. Dennoch habe er kein Rezept für erfolgreiche Filme parat. „Ich bin jetzt seit mehr als 20 Jahren dabei, und meine Antwort lautet: Ich habe absolut keinen Schimmer. Manchmal denkst du, dass alles stimmt – und dann enttäuscht dich der fertige Film. Es beginnt für mich immer mit einem Gefühl, mit einer Energie, die ich spüre, wenn ich ein Drehbuch lese.“

Fotos: WENN.com, GQ