Mittwoch, 09. Oktober 2013, 22:10 Uhr

Hugh Jackman: "Im Herzen bin ich Tankwart - ich muss freundlich sein"

Der australische Hollywood-Export Hugh Jackman (44) spricht über seine Rolle in dem fesselnden Entführungs-Psychodrama ‘Prisoners’.

Hugh Jackman: "Im Herzen bin ich Tankwart - ich muss einfach freundlich sein"

“Ich musste jeden Morgen Gewichte stemmen”, so Jackman, der einen Familienvater spielt, dessen kleine Tochter entführt wird im Gespräch mit der Illustrierten ‘Grazia’, “und alle zwei Stunden essen. Die anderen am Set haben sich bestimmt gefragt: Wieso darf der fünfmal am Tag essen und wir nicht?”

Was schlicht und einfach daran lag, dass der Australier direkt nach Drehende erneut in seiner Paraderolle als muskulöser Wolverine vor der Kamera stehen musste. “Aber keiner hat etwas gesagt, die waren alle sehr rücksichtsvoll.” Als ausgesprochen freundlich und warmherzig gilt Jackman übrigens selbst, was in der Filmbranche keine Selbstverständlichkeit ist. “Meine Frau nennt mich Senator Jackman, weil ich jedem immer gleich die Hand schüttle und mit allen Kellnern sofort ein Gespräch anfange.” Er begründet das mit seinem Leben vor dem großen Hollywood-Erfolg. “Ich habe lange gekellnert – und fünf Jahre an der Tankstelle gearbeitet. Im Herzen bin ich Tankwart, ich muss einfach freundlich sein.”

Eine deutlich härtere Seite zeigt er in seinem neuen Film, in dem er aus Angst um seine Tochter zu Selbstjustiz greift. Privat würde er zwar vieles tun, um seine Familie zu beschützen, aber er bezweifle, “dass ich so weit gehen würde, jemanden zu entführen.” Hugh Jackman fügt ironisch hinzu: “Bei meiner Frau wäre ich mir da nicht so sicher.” Als ausgesprochener Familienmensch ist Jackman heilfroh, dass derzeit weder Sohn Oscar noch Tochter Ava Interesse bekunden, in seine Fußstapfen zu treten. “Oscar möchte am liebsten, dass ich meinen Job hinschmeiße. Und Ava meinte einmal nach einem Setbesuch zu mir: ‘Daddy, du hast den langweiligsten Beruf der Welt.'”

Foto. WENN.com