Samstag, 12. Oktober 2013, 17:00 Uhr

Das hier ist der perfekte Chill-Out-Sound für die fieseste Jahreszeit

“Ich habe über die Jahre so viele unterschiedliche Orte besucht, durfte fantastische Musiker kennenlernen, traf auf smarte Produzenten und coole DJs. Ich bin wirklich glücklich über das Privileg, seit fast zwei Jahrzehnten auf dieser unglaublichen Reise sein zu dürfen.”

Wenn Raphaël Marionneau von den Türen berichtet, die ihm seine Compilation-Serie “le café abstrait” geöffnet hat, ist er glücklich. (Hier reinhören!)

Nun liegt mit Volume 10 die Jubiläumsausgabe vor: “Aus diesem Anlass sollte es etwas Besonderes sein, der Sound einzigartig und gleichzeitig emotional. Dafür habe ich mir drei musikalische Welten ausgedacht: Es gibt eine Ambient-Kollektion, eine Downbeat-Selection, und ein Album mit von Klassik inspirierter Klaviermusik.”

“le café abstrait” ist ein echtes europäisches Konzept, innovativ und nachhaltig zugleich. Inhaltlich der elektronischen Musikszene der siebziger und achtziger Jahre, man denke an Jean-Michel Jarre oder Klaus Schulze, zugewandt ist es gleichzeitig von den Ambient- und TripHop-Sounds der Ibiza-Szene in den Neunzigern inspiriert.

Diese Stile werden zu einem zeitlosen Klangbild für das neue Jahrtausend verschmolzen. Eine CD reicht logischerweise bei weitem nicht aus, um ein vollständiges Bild zu malen. “Es war ein großer Spaß für mich, endlich einmal alle Farben nutzen zu können,” freut sich Raphaël Marionneau.

“Alle beteiligten Künstler sind Europäer, und alle sind aktiv am Produzieren. Sie haben unterschiedliche Backgrounds. Einige sind neu dabei, andere gern gesehene Stammkunden, und manche sind einfach Pioniere der elektronischen Musik.”

Als Marionneau, der ursprünglich aus Nantes in Frankreich stammt, seine musikalische Reise im Umfeld des Hamburger Mojo Clubs in den neunziger Jahren begann war das Konzept eine Herausforderung. “Obwohl es mir immer um Entspannung und Offenheit ging, galt ich lange Zeit als Underground,” erinnert sich Marionneau. “Die Jubiläums-Ausgabe soll die gesamte Bandbreite seit diesen Anfängen repräsentieren. Alle Tracks haben irgendeine Verbindung zu den Orten, an denen ich mit ‘le café abstrait’ auftrat. Es gibt Musik für die entspannten Tage am Strand. Danach kommen die clubbigen Sounds für den Sonneuntergang. Die besonnene Auswahl der Klaviermusik passt dann perfekt zum Frühstück am Sonntagvormittag.”

Der französische Produzent Sambox eröffnet “le café abstrait Vol. 10” mit “L’Océan Café”. Philippe Legrand, Julien Auclair und der Akkordeon-Virtuose Daniel Mille, der hier den “Place Sainte-Catherine” beiträgt, führen das frankophile Thema fort. Während Ambient-Aktivist Der Waldläufer mit “Flores” auf einen Cosmic-Trip geht, bindet sich der griechische Psy-Trance- Produzent SoulCraft mit “The Change” perfekt ein, bevor der UK-Sekrechtstarter und Ninja-Tune- Künstler Bonobo mit seinem Klassiker “Black Sands” die erste CD abschließt.