Samstag, 12. Oktober 2013, 18:37 Uhr

Harald Glööckler veröffentlicht Buch über Koks-Skandal

Harald Glööckler stellte auf der Frankfurter Buchmesse sein neues Buch ‘Der Medien-Skandal’ vor.

Harald Glööckler verarbeitet Koks-Skandal mit einem Buch

Um die Aufregung um einen angeblichen Kokain-Skandal zu verarbeiten, hat Modedesigner Harald Glööckler jetzt ein Buch geschrieben. ‘Der Medien-Skandal’ heißt das knapp 150 Seiten umfassende Werk, dass der Berliner heute Nachmittag auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte. (Hier geht’s zum exklusiven Interview mit Glööcklers Anwalt Christian-Oliver Moser).

Das Schreiben hatte für den Modemacher offenbar eine heilende Wirkung. “Erstmal war es eine Art Therapie für mich, das Buch”, sagte der Berliner Designer. Er habe seine Sicht der Dinge innerhalb kurzer Zeit aufgeschrieben. “Sie müssen es kaufen. Es ist für alle Menschen ein interessantes Buch”, warb er umringt von seinen Bodyguards. Es sei ein Buch, das zeige, “dass man niemals aufgeben sollte und dass es wichtig ist, dass man viele Menschen hat, die zu einem halten und man nicht alles glauben sollte, was man liest”.

so der Berliner Stardesigner über sein neues Buch.

Der Berliner Stardesigner erklärte vorab über sein neues Buch: “Man muss sich das einmal vorstellen: Es kommt einfach irgendeine Person und behauptet, ich hätte Kokain gekauft und sogar damit gedealt. Und die Presse springt völlig vorbehaltlos auf diesen Zug auf. Ich habe mich gefragt, ob es das ist, was man heute unter Pressefreiheit versteht. Es war nicht einfach in dieser Zeit, das muss ich eingestehen. Obwohl ich ja wusste, dass ich unschuldig bin.”

Noch während dieser Zeit habe er begonnen, seine täglichen Erfahrungen zu Papier zu bringen. “Ich habe geschrieben, aber auch unglaublich viel gemalt, weil ich damit meine Wut und mein Unverständnis ein Stück weit zum Ausdruck bringen konnte. Denn so etwas darf es in einem Rechtsstaat wie Deutschland einfach nicht geben. Ich begrüße die Pressefreiheit, aber sie darf nicht so weit gehen, dass unschuldige Menschen vorverurteilt und dadurch Existenzen gefährdet werden. Dieser Medienskandal hat mir eines sehr deutlich gemacht: Man sollte Menschen niemals vorverurteilen und schon gar nicht alles glauben, was man in der Regenbogenpresse liest!“.

Was nach einem Bericht auf der Titelseite der ‘Bild’-Zeitung Anfang Juli dieses Jahres eine gewaltige Medienlawine auslöste, entpuppte sich schnell als Hirngespinst eines anonymen Denunzianten.

Harald Glööckler, der sich seit vielen Jahren unter anderem als Botschafter des Deutschen Kinderhilfswerkes für Kinder in Not engagiert, ein Kokainsüchtiger, sogar ein Dealer? Für seine Fans kaum vorstellbar. Schnell stellte sich heraus: die Vorwürfe waren völlig haltlos. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein und erklärte die Berichte des Blattes für unzulässig. (dpa/KT)

Foto: Arne Dedert