Montag, 14. Oktober 2013, 19:24 Uhr

Happy Birthday: Britenstar Ben Whishaw zieht alle in seinen Bann

Ben Whishaw gilt als einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation, und in der Tat zieht der schwule Engländer, der oft gebrochene, obsessive Charaktere spielt, den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann. Heute feiert der Schauspieler seinen 33. Geburtstag.

Happy Birthday: Ben Whishaw zieht alle in seinen Bann

Im letzten jahr sorgte der Experte für schräge Typen für einiges Aufsehen, als er die Rolle der shurrilen Wissenschaftler Q in dem James Bond-Film ‘Skyfall’ übernahm – und prompt als zerstreutes Genie überzeugte. Für den nächsten Bond-Film ist Whishaw bereist fest gebucht.

Dabei tummelte sich der schmale Brite sonst eher im Charakterfach: In Jane Campions Literatur-Drama ‘Bright Star’ spielt er den romantischen Dichter John Keats (1795-1821), der sich zwei Jahre vor seinem frühen Tuberkulose-Tod in die junge Fanny Brawne (Abbie Cornish) verliebt. Die Rolle des tragischen Genies schien Whishaw geradezu auf den dünnen Leib geschrieben zu sein.

Schon 2004 stand der 1980 in der englischen Grafschaft Bedfordshire geborene Mime als Hamlet in einer Produktion des renommierten Regisseurs Trevor Nunn auf der Bühne, als einer der jüngsten Darsteller, die jemals über ‘Sein oder Nichtsein’ philosophiert haben. Whishaws Hamlet wurde gefeiert, und mit Laurence Olivier verglichen. Dass dies keine ganz grundlosen Vorschusslorbeeren waren, konnte der Shootingstar, ein Jahr später bewiesen.

Da sah ihn der deutsche Regisseur Tom Tykwer auf der Bühne des Londoner Old Vic Theatre, und gab dem damals international völlig Unbekannten die Hauptrolle in der 50 Millionen schweren, prestigeträchtigen Literaturverfilmung ‘Das Parfum’ nach dem Bestseller von Patrick Süskind. Angeblcih waren Orlando Bloom und Leonardi DiCaprio stark an dem Part interessiert.

Als mörderisch charismatischer Sonderling Jean-Baptiste Grenouille faszinierte der Hauptdarsteller Kritik und Publikum. Er spielte den tief in seine abstruse Gefühls- und Gedankenwelt verstrickten Charakter als fast traumwandlerisch Abwesenden und Verirrten.

Und noch ein Genie spielte Whishaw in Todd Haynes faszinierender Dylan-Collage «I’m not there». Er gibt den Dichter Arthur Rimbaud, von dem die programmatische Aussage stammt: “Ich, das ist ein anderer”. So erschafft sich der Schauspieler mit jeder Rolle neu.

Auch in Tykwers letzter Großproduktion «The International» war Whishaw wieder dabei, davor war er in der TV-Serie «Criminal Justice» zu sehen, und demnächst kann man ihn als Luftgeist Ariel in einer Verfilmung von Shakespeares ‘Sturm’ bewundern.

In seiner Freizeit liest, malt und gärtnert Ben Whishaw, sein Vorbild als Schauspieler ist James Stewart und sein Lieblingsfilm Alfred Hitchcocks ‘Vertigo’. (dpa)

Foto: Lia Toby/WENN.com