Montag, 14. Oktober 2013, 17:39 Uhr

"Sun Of Moon": Eine CD mit Popmusik und eine mit Filmmusik

Wenn sich Künstler mit ihrem Debüt-Album auseinandersetzen, teilen sie ein Stück ihrer eigenen Welt zum ersten Mal mit der Öffentlichkeit.

Im Fall von ‘Sun of Moon’ sind dies gleich zwei Welten: Zum einen ist da die Welt eines Musikers, der mit sehr viel Liebe zum Detail über ein Jahr hinweg in verschiedenen Berliner Tonstudios komplett im Alleingang an seiner ersten Solo CD als „Sun of Moon“ arbeitete. Gleichzeitig taucht man jedoch auch ein in die Welt eines filmmusikalischen Arrangements, nahezu in die Welt eines Soundtracks zu diesem popmusikalischen Erstlingswerk.

Auf dem Cover des auf Motor erscheinenden Debüts steht der Name der Band, der zugleich auch der Name dieses Debüts ist: Sun of Moon. Gleichzeitig findet sich darunter jedoch, in gewohnter Filmplakat-Ästhetik, das typische „Original Motion Picture Soundtrack“ und verwirrt womöglich. „Aber ein Verwirren ist ja ok, wenn die Leute dann weitergraben“, sagt Lleluja-Ha, der Mann der sich hinter Sun of Moon verbirgt. Die musikalische Liste des gebürtigen Schweizers ist lang und vielseitig.

Als fester Teil der dortigen Alternative Szene, zog er vor einigen Jahren nach Berlin um sich neben dem Elektro Beat Duo OY nun auch der Komposition von Theater- und eben auch Filmmusik zu widmen. Nachdem er unter anderem den Soundtrack zu Leander Haußmann’s „NVA“komponierte und für Stefan Pucher zu zahlreichen Inszenierungen an den großen deutschsprachigen Theater-bühnen sowie für Tanz- und Performancestücke die Musik schrieb und produzierte, war es nun Zeit für sein erstes Soloprojekt.

„Von meinem Soloalbum wollte ich, dass es wirklich meine Musik repräsentiert und nicht nur einen Teil meiner Musik. Ich stehe nicht auf dieses ‘Eintüten von Stilen’. Deshalb habe ich beides miteinander kombiniert: eine CD mit Popmusik und eine CD mit Filmmusik.“

Entstanden ist eine Debüt-CD, die wie eine Reise klingt: eine Reise durch die Welt von Sun of Moon. Diese Reise hat melancholische, aber auch positive Zwischenstops und klingt wie ein Resumé und gleichzeitig wie ein Neuanfang.

In jedem Track finden sich liebevolle Details: ob es nun eine Tram ist, welche die teils folkigen Songs mit den treibenden Indiepop-Songs verbindet oder dieselbe Tonart, mit welcher eine Geschichte endet und die nächste beginnt.

Tour:

02.11. Sierre Hacienda (CH)
03.11. Freiburg Café Atlantik (DE)
05.11. Kiel Roter Salon
07.11. Dresden Altes Wettbüro
09.11. München Milla
10.11. Frankfurt Hafen2
11.11. Hamburg Thalia Theater
12.11. Berlin Privatclub
13.11. Haldern Haldern Pop Bar
14.11. Zürich Bogen F (CH)