Mittwoch, 16. Oktober 2013, 10:17 Uhr

Guido Maria Kretschmer über die Schattenseiten des Ruhms

Modedesigner Guido Maria Kretschmer ist einem größeren Publikumnatürlich durch sein TV-Format “Shopping Queen” bekannt geworden, aktuell steht er als Juror der Casting-Show „Das Supertalent“ im Rampenlicht.

Warum er seinen Erfolg dennoch differenziert betrachtet, erklärt er in der Novemberausgabe des Frauenmagazins ‘myself’, deren 100. Ausgabe heute erscheint: „Vor kurzem habe ich etwas über mich gelesen, das mir sehr wehgetan hat. Da habe ich gemerkt, dass ich den Ruhm nicht zu nah an mich ranlassen darf und mein Privatleben so weiterführen muss wie bisher. Damit ich heil rauskomme.“

Eine wichtige Rolle im Leben des 48-Jährigen spielt seine Familie, für die er große Dankbarkeit empfindet: „Zu Hause waren wir fünf Kinder, meine Eltern haben alles in uns gesteckt. Deswegen kümmere ich mich heute so um sie. Und ich weiß: Wenn man geliebt wird, kann man alles!“ Probleme mit seiner Homosexualität habe seine Familie nicht, so der Designer: „Dass ich schwul bin, hat meine Familie früh geahnt. Es war kein Problem, ich durfte auch meine Ticks ausleben. Ich trank meine Milch aus Sektgläsern und spielte feine Familie.“

Mit seinem Ehemann, dem Maler Frank Mutters, ist Kretschmer seit 28 Jahren zusammen. Er habe gelernt, einen Nachteil seiner Partnerschaft zu akzeptieren: „Wenn man schwul ist, läuft man Gefahr, dieses besondere Familiengefühl nicht zu erleben, weil man keine Kinder bekommen und die Warmherzigkeit, die man selbst erfahren hat, an niemanden weitergeben kann. Aber mit Frank wusste ich, dass es geht.“

Foto: RTL / Stephan Pick