Donnerstag, 17. Oktober 2013, 17:20 Uhr

Sharief ist ein neues hoffnungsvolles Deutschrap-Talent

Es gibt einen neuen Deutschrap-Künstler: Sharief heißt der Mann und listigerweise hatte er sein Debütalbum gleich mit ‘Selbstporträt’ betitelt. Eine Visitenkarte seiner derzeitgen künstlerischen Arbeit quasi.

Sharief ist ein neues hoffnungsvolles Deutschrap-Talent

Sharief ist erst 22 Jahre jung und dennoch auf dem bestem Wege, sich in der Deutschrap-Szene fest zu etablieren.

1990 kam er als Sohn zweier libanesischer Kriegsflüchtlinge das Licht der Welt. Geboren in Kandel bei Karlsruhe, hat sich der Rapper – der mit bürgerlichem Namen eigentlich Ali Abou Khalil heißt – nie am Kleinstadtleben gestört.

Ohnehin ist Sharief ein sehr geradliniger Mensch. Durch die stete Unterstützung seiner Eltern hat er gelernt, sich von den Schwierigkeiten des Lebens nicht beirren zu lassen: Den Blick hält er immer aufs Ziel gerichtet.

So hat der heute selbstständige Künstler zunächst einen ausgezeichneten Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung auf die Beine gestellt, bevor er beschlossen hat, sich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren. Sharief ist jemand, der ein Risiko eingehen kann und der Zukunft ins Auge blickt. Beste Voraussetzungen für den Erfolg in dem Handwerk, das ihm wirklich am Herzen liegt.
Sein Talent und seinen Spaß an der Musik entdeckte er erstmals 2008. Wie wohl viele Künstler fing er damals an, zu selbst gebauten Beats von Freunden (die sich heute beatkingz nennen) zu rappen. Dabei aber sollte es nicht bleiben – bereits ein Jahr später glänzte er durch seine ersten Auftritte, zunächst in Jugendzentren und verschiedenen Clubs in Karlsruhe.

Die Tapes aus dieser Zeit versteht er als Übung für Größeres und rät mit künstlerischer Bescheidenheit dazu, von seinen alten Werken nicht zu viel zu erwarten. Heute allerdings ist es ihm wichtig, seinen Fans zu präsentieren, wer er wirklich ist: keine Anpassung mehr an Trends, keine Maske mehr. Wenn Sharief auspackt, will er nicht mehr gefallen – vielmehr hat er etwas zu sagen und überlässt es den Zuhörern, was sie davon halten. Und damit trifft er ins Schwarze, wie unbedingt gesagt sein will: Der geradlinige Sharief erstaunt. Er steht aufrecht, und seine Musik kommt ehrlich und von Herzen.

Damit verspricht der Titel des neuen Albums „Selbstporträt“ auch keinen Deut zu viel: Von talentierten Produzenten und Künstlern unterstützt, hat Sharief das Album aus eigener Tasche finanziert und damit ein ansehnliches (oder besser gesagt, anhörbares) Stück Arbeit geleistet. Im Sommer 2013 erscheint das hart ersparte Porträt des selbstbewussten Rappers, der sich entschieden hat, von nun an alles auf eine Karte zu setzen.

Das Werk mit 15 ausgefeilten Tracks wartet mit Features von Locura und Sivo Soul auf.