Freitag, 18. Oktober 2013, 21:40 Uhr

August Diehl: Hollywood wird immer globaler

Seit gestern ist August Diehl an der Seite von Matthias Schweighöfer und Ruth Maria Kubitschek in dem Film ‘Frau Ella’ im Kino zu sehen.

Der deutsche Schauspieler (engagiert am altehrwürdigen Wiener Burgtheater) hat aber auch schon in Hollywood Erfahrungen machen dürfen, stand bereits für den Agentenstreifen ‘Salt’ mit Angelina Jolie vor der Kamera und arbeitete für ‘Inglourious Basterds’ mit dem genialen Quentin Tarentino zusammen.

klatsch-tratsch.de hat mit dem 37-jährigen Leinwandstar über deutsche Schauspieler im internationalen Geschäft gesprochen.

Man hat ja derzeit ein bisschen den Eindruck, deutsche Schauspieler sind derzeit in Hollywood so gefragt wie nie. Ob Christoph Walz, Daniel Brühl oder Diane Kruger, allesamt erweisen sich immer wieder als echte Exportschlager im Filmgeschäft.

Diehl hat dafür eine plausible Erklärung. „Ich glaube, dass alles durch die Globalisierung ineinander wächst. Das vermischt sich alles mehr und es wird dadurch auch nicht mehr so das ganz große Ding.“ Zudem könne man diese Entwicklung nicht nur hierzulande beobachten. So fügt er hinzu: „Ich denke, dass ist nicht nur in Deutschland so. Französische Kollegen haben auch genau wie wir plötzlich Angebote, um in England oder Amerika zu drehen.“

Einen wesentlichen Unterschied mache es allerdings nicht, ob man nun mit einem Brad Pitt oder einem Matthias Schweighöfer vor der Kamera steht, so Diehl: „Äußerlich ist es natürlich ein sehr großer Unterschied, ob da nun eine Angelina Jolie neben einem steht oder jemand anderes. Aber im Spiel, ehrlich gesagt, ist es genau das Gleiche wie sonst auch. Das sind alles Schauspieler und letztendlich machen wir alle das Gleiche. Das ist sehr lustig. Sogar auf der anderen Seite der Welt haben die die gleichen Schauspieler-Witze und den gleichen Humor.“

In ‘Frau Ella’ ist August Diehl der Rolle des besten Freundes des Protagonisten zu sehen. Und gerade Nebenrollen haben für den Schauspieler einen ganz besonderen Reiz, wie er im Interview erklärt. „Das ist ganz doll angenehm. Das ist auch ein Grund, warum ich die Rolle so gern spielen wollte. Du hast quasi die Szene und die Szene leitet jemand anderes, in dem Fall eben meistens Matthias oder manchmal Ruth und man ist immer der Reagierende. Man hat es unglaublich leicht. Das ist sehr schön. Man muss die Szene weder in die Richtung noch in die Richtung pushen, sondern man muss sich nur von der Szene pushen lassen. Das ist eine total faule Angelegenheit und das macht sehr viel Spaß.“

Wie viel Spaß August Diehl dabei tatsächlich hatte, können wir jetzt im Kino bewundern. (AH)

Fotos: Warner Bros.