Freitag, 18. Oktober 2013, 13:05 Uhr

Neuer Rekord in den deutschen Album-Charts

An der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts vonmedia control GfK herrscht so viel Bewegung wie nie zuvor.

Dies macht ein neuer Rekord deutlich, der am heutigen Freitag mit dem Nummer-Eins-Einstieg von Helene Fischers „Farbenspiel“ aufgestellt wurde: Seit genau einem halben Jahr hält sich kein Album länger als eine Woche am Stück auf Platz eins der Hitliste. Diese Dynamik ist ein Novum in der Geschichte der wöchentlichen deutschen Chartermittlung. Zuletzt gab es einen solchen Fall im Jahr 1976, als die Charts noch monatlich erhoben wurden.

Im laufenden Jahr gelang es erst drei Künstlern, ihre Spitzenposition aus der Vorwoche zu verteidigen: Andrea Berg („Abenteuer“), Heino, der „Mit freundlichen Grüßen“ sogar drei Mal hintereinander vorne lag, und Depeche Mode („Delta Machine“).

Der Kampf um die Krone wird zur Zeit oft von deutschen Künstlern entschieden: 2013 führten sie an 30 von 41 Wochen das Ranking an. Unter den 33 Acts, die den Sprung auf die Pole Position schafften, waren insgesamt 23 nationale Interpreten.

Dazu sagte Mathias Giloth, Geschäftsführer media control GfK: „Wir erleben ein äußerst spannendes Musikjahr, das den Stellenwert der offiziellen Top 100 auf eindrucksvolle Weise untermauert. Die Charts sind so unterhaltsam und unerlässlich wie nie zuvor. Besonders freue ich mich über den Erfolg deutscher Künstler. Dieser ist ein Beleg für die hohe Qualität und Kreativität der Musikbranche hierzulande – und gleichzeitig das Ergebnis langfristiger Förderung und gezielter Aufbauarbeit.“

Das am längsten auf eins platzierte Chartalbum aller Zeiten ist übrigens „We Can’t Dance“ von Genesis. Die LP war Anfang der 1990er für unglaubliche 24 Wochen nicht zu schlagen. Hinter Phil Collins und seinen Jungs landen Unheilig, die ihre „Große Freiheit“ 2010/11 insgesamt 23 Wochen an der Spitze genossen.

Foto: Universal Music