Mittwoch, 30. Oktober 2013, 20:29 Uhr

Neuverfilmung von Pinocchio kommt als Zweiteiler

Mit einem TV-Zweiteiler lässt die ARD die beliebte Holzpuppe ‘Pinocchio’ zum Weihnachtsfest lebendig werden.

Stars wie Mario Adorf und Ulrich Tukur wirken in den zwei 90-minütigen Filmen mit, die das ‘Erste’ am 25./26. Dezember (jeweils 16.10 Uhr) zeigt.

Der 83 Jahre alte Adorf spielt den Geppetto, der aus einem Stück Holz den später quicklebendigen Pinocchio schnitzt. Schon einmal hatte der Schauspieler in einer Verfilmung des Klassikers von Carlo Collodi mitgespielt: 1972 gab er an der Seite von Gina Lollobrigida den Zirkusdirektor. Dabei hätte er damals am liebsten den Part des Puppenspielers Mangiafuoco übernommen, wie Adorf am Dienstag in Hamburg sagte.

Auch der Geppetto sei diesmal zunächst nicht seine Traumrolle gewesen, denn eigentlich spiele er lieber die Bösen.

In einer AMitteilung der ARD sagte Adorf zu seiner Besetzung: Ehrlich gesagt, hatte ich zunächst sogar ein bisschen Zweifel. Ich erinnerte mich, dass der Geppetto ein sehr lieber Mensch ist, der seinem Pinocchio alles verzeiht und immer nett und freundlich ist. Und ich dachte, das ist eigentlich gar nicht so mein Ding. Im Allgemeinen spiele ich lieber die nicht so Guten. Doch alle, die hörten, dass ich den Geppetto spielen soll, freuten sich darauf, rieten mir zu. Und jetzt wird es eben ein nicht allzu lieber, aber doch ein richtiger Geppetto.”

ARD-Programmdirektor Volker Herres erklärte: “Unser Pinocchio unterscheidet sich deutlich von Enrico Mazzantis erster Pinocchio-
Buchillustration aus dem Jahr 1883, Walt Disney’s Zeichentrick-Klassiker von 1940 oder Roberto Benignis Pinocchio-Interpretation von 2002. Ich bin mir sicher, dass unser Pinocchio das Bild dieser Figur u?ber die Jahre hinaus prägen wird.”

“Der Technik kommt in ‘Pinocchio’ große Bedeutung zu. Schließlich entstehen Pinocchio und die Grille Coco durch 3D-Animation im Computer. Entworfen und virtuell zum Leben erweckt haben die beiden Figuren Mitarbeiter der B-Water Studios in Köln. Die Vorgabe der FFP New Media lautete: zeitlos, klassisch-modern. „Ein kleiner frecher Junge, ein richtiger Frechdachs“, wie Mario Adorf am Set sagt.

Der letzte Teil der Fertigstellung lag bei der Firma LAVAlabs: Die Du?sseldorfer VFX-Spezialisten fu?gten den in Köln entstandenen Pinocchio in die realen Bilder ein. Beim sogenannten Compositing wird die Animation mit den am Set entstandenen Aufnahmen verbunden. Pinocchio tritt organisch in die Szene hinein. Außerdem machen die Visual Effects-Experten digitale Set-Erweiterungen und die Farbkorrektur gemeinsam mit dem Kameramann, damit der Film einen einheitlichen Look bekommt.

Fotos: WDR/B-Walter Studios/LAVAlabs,