Donnerstag, 02. Januar 2014, 13:09 Uhr

Stars setzen Trends – Stars spenden

Prominente sind für viele Menschen ein Vorbild. Sie stehen in der Öffentlichkeit, prägen Trends und haben Millionen Fans und Follower, die ihnen jede Aktion nacheifern. So findet die Kurzhaarfrisur von Miley Cyrus bereits innerhalb weniger Tage zahlreiche Nachahmer, welche ihre neue Frisur stolz in den gängigen Social Media Netzwerken präsentieren.

Doch nicht nur mit neuen Frisuren, wagemutigen Outfits und neuen Gadgets, wissen die im Rampenlicht stehenden Stars auf sich aufmerksam zu machen. Immer mehr bekannte Persönlichkeiten haben in den letzten Jahren mit großzügigen Spendenaktionen oder Spendenaufrufen für Furore gesorgt. Angelina Jolie und Brad Pitt, George Clooney oder die bekannte Showmasterin Oprah Winfrey setzen dabei einen Trend, dem viele Menschen folgen und welcher vielen anderen Menschen hilft.

Was die Stars spenden, hängt von der jeweiligen Aktion und dem jeweiligen Zweck ab. Grundsätzlich lassen sich jedoch ein paar beliebte Spendenmittel ausmachen:
• Unterstützung durch Bargeld
• Unterstützung durch Kleidung und Lebensmittel
• Unterstützung durch Bildung und dem Aufbau einer Infrastruktur

Die Stars gehen voraus. Und das mit großen Summen. So spendete Oprah Winfrey innerhalb eines Jahres 35 Millionen an eine gemeinnützige Organisation und auch Brad Pitt und Angelina Jolie sind unlängst dafür bekannt, Summen in Millionenhöhe an Hilfsorganisationen zu spenden.
Die Stars machen es vor, doch wie lässt sich hier am besten nacheifern? Spenden in Millionenhöhe sind eher schwierig zu realisieren, die Infrastruktur lässt sich höchstens mit der eigenen Arbeitskraft verbessern und auch Lebensmittel gelangen häufig schwierig in die bedürftigen Regionen. An dieser Stelle lohnt es sich den beiden Kindern von Sean Combs nachzueifern, welche unlängst zahlreiche Kleidungsstücke für die Einwohner der Philippinen spendeten.

Der Kleiderschrank wird von vielen Menschen regelmäßig ausgemistet. Im Onlineshop oder im Einzelhandel um die Ecke, wurde wieder eine Strickjacke, ein Mantel oder eine Jeans gesehen, die nicht nur dem eigenen Geschmack, sondern auch der momentanen Mode voll und ganz entspricht. Da bietet es sich an, den eigenen Kleiderschrank mal komplett zu erneuern. Die Jeans von den vergangenen drei Jahren passt entweder nicht mehr oder gefällt einfach nicht. Die Pullover sind auch schon mehrere Jahre alt, sodass diese ruhig die eigene Garderobe verlassen können. Es bestehen für den einfachen Haushalt in der Folge unterschiedliche Möglichkeiten, was mit den nicht mehr gebrauchten Kleidungsstücken passieren soll:
• die alten Pullover, Shirts und Jeans wegschmeißen,
• den unnötigen Ballast Freunden und Bekannten anbieten, die evtl. noch Verwendung dafür haben könnten,
• die überflüssigen Stücke zu verkaufen oder
• sie sozialen Einrichtungen schenken.

Worauf ist beim Spenden von Kleidern zu achten?
Nicht jede Spendenorganisation erfüllt das, was sie auch verspricht. Viele gespendete Kleider werden von Kleidersammlern eingesammelt, die nicht dem Deutschen Roten Kreuz angehören. Hinter diesen Sammlern verbergen sich profitorientierte Unternehmen. Die gespendeten Kleider werden in einer Zentrale sorgfältig aussortiert. Nur die Shirts, Pullover und Jeans von sehr hoher Qualität werden für die Weiterverwendung aussortiert. Die restlichen, mit evtl. kleinen Schäden behafteten Stücke, werden in den meisten Fällen entsorgt bzw. verbrannt.

Empfehlenswert ist es daher, sich vor der Kleiderspende, wenn dies denn schon getan wird, genauer über die jeweilige Organisation zu informieren, welche die aussortierten Jeans und anderen Hosen einsammeln möchte. Ein kurzer Blick auf den jeweiligen unternehmenseigenen Websites und anderen unabhängigen Informationsseiten gibt schnell Aufschluss darüber, wem guten Gewissens Kleider überlassen werden können und wem nicht.

Falls dann Zweifel über die jeweilige Organisation oder die Kleiderspende allgemein bestehen, können die eigenen Stücke immer noch selbst über den Onlinehandel oder privat verkauft werden. So kommt nochmal etwas Geld in die eigene Kasse zurück und es wird zusätzlich noch etwas Gutes getan. Denn jedes Kleidungsstück, dass weiterverwendet wird, heißt, dass weniger neue Kleidungsstücke aus dem Geschäft gekauft werden müssen. Aufgrund der ethischen Misere in der Produktion von günstigen Bekleidungsstücken hat der Verzicht auf einen Neukauf einen positiven Effekt. Dadurch, dass weniger Geld für „Fast Fashion“ ausgegeben wird, wird auch weniger Geld für jene Produkte bezahlt, die unter niederen Verhältnissen hergestellt wurden.

Der Konsument steht bei dem Umgang mit seinen überflüssigen Stoffstücken als vor der Wahl. Werden die Kleider gespendet, sollte vorher klar sein, wie die Stücke weiterverwertet werden. Auch wenn es nur um das pure Leeren der eigenen Garderobe geht, ist trotzdem eine kurze Informationsbeschaffung über den Kleidersammler in Zeiten des Internets kein großer Aufwand mehr.

Hochwertige Kleidung besonders begehrt
Gucci, Prada Louis Vuitton – die meisten Stars tragen die Kleidung der bekanntesten Modemarken der Welt. Zum einen, weil diese ihnen dabei helfen neue Trends zu setzen, zum anderen, weil die meisten Anbieter einen gewissen Qualitätsstandard mit sich bringen.
Auch für die gewöhnliche Privatperson bieten sich diese Hersteller an. Zum Einen kann die Kleidung länger getragen werden, zum Anderen bietet sie beim Spenden den neuen Besitzern einen echten Mehrwert. Strickjacken und Pullover wie beispielsweise bei OTTO haben eine Qualität, welche für eine lange Haltbarkeit der Kleidung sorgt, weisen aber gleichzeitig noch einen Preis auf, der es ermöglicht, die Kleidung nach einer bestimmten Zeit zu spenden.

So lässt sich nicht nur die Mode im eigenen Kleiderschrank häufiger variieren, sondern gleichzeitig auch regelmäßig etwas Gutes tun.

Wohin gehen die Spenden der Stars?
Wer sich mit dem Spenden von Kleidungsstücken beschäftigt, der stößt schnell auf viele Organisationen, die Regionen in Afrika unterstützen. Doch ist das auch bei den Stars so?

„Brangelina“ beispielsweise spendet ebenfalls einen großen Anteil ihres Spendenvolumens an Projekte in Afrika. So wurden die Ärzte ohne Grenzen und das rote Kreuz im Jahr 2006 mit insgesamt sechs Millionen Dollar für Projekte in Namibia betraut. Aber auch die Opfer von Haiti und dem Irak konnten in der Vergangenheit bereits auf die Hilfe der beiden Prominenten zurückgreifen.

Neben dem Spendenziel Afrika lässt sich unter den Prominenten ein weiterer Trend ausmachen. So unterstützen viele Stars ihre Heimatregionen mit Spenden. Als bekanntes Beispiel lässt sich hier die Sängerin Shakira aufführen, welche bereits über 40 Millionen Dollar für den „Heimatkontingent“ spendete. Auch die eigene Stiftung „Pies Descalzos“ zeigt die Heimatsverbundenheit der Sängerin. Mit Hilfe jener werden Bildungsprojekte im Heimatland Kolumbien realisiert. (KTAD)

Fotos: WENN.com, ora international/ flickr.com