Montag, 06. Januar 2014, 15:15 Uhr

Julian Stoeckel: Alles über den schrägen Typen, der ins Dschungelcamp geht

Julian Stoeckel kennen einige womöglich nur als den schrillen Jungdesigner aus der Berliner Model-Szene, immer ein wenig überdreht und für jeden Spaß zu haben.

Doch der 25-Jährige, der in diesem Jahr in der neuen RTL-Reality-Doku ‚Berlin Models‘ zu sehen sein wird und – glaubt man neusten Berichten – nächste Woche für die RTL-Comedyshow ‘Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!’ mit diesen Leuten hier ins Dschungelcamp einziehen soll – entstammt einer sehr berühmten Ärzte-Dynastie.

Julian plauderte mit klatsch-tratsch.de das erste Mal über seine Familie und wie es für ihn ist, dennoch aus dem seriösen Rahmen zu fallen.

“Mein Ur-Großvater Walter Stoeckel war einer der bedeutendsten deutschen Gynäkologen und Geburtshelfer. Er hat unter anderem den König von Bulgarien Simeon Sakskoburggotski entbunden. Zu seinen Patienten gehörten Prinz Philipp von Hessen, die Königin von Bulgarien, König Aman Ullah von Afghanistan, die Kronprinessin von Italien, Herzogin von Aosta, Herzogin von Pistoja, Prinzessin Alexandra von Schaumburg-Lippe, Fürstin Schwarzenberg (Schwester der Großherzogin von Luxemburg), Fürstin Khevenmüller, Fürstin Diedrichstein, Frau von Hindenburg, Prinzessin Arenberg-Nordkirchen, Prinzessin Solms-Baruth bis zu Frauen prominenter Politiker, Wissenschaftler, Industrieller, Künstler und Schauspieler“, zählt Julian stolz auf.

Zwar hat der schrille Entertainer, der auf so gut wie keiner Party der neuen Berliner Bussi-Bussi-Gesellschaft fehlt, nie ein Geheimnis um seine Familie gemacht, wollte es allerdings auch nicht an die große Glocke hängen. Schließlich war für Julian schon früh klar, er wird keine klassische Ärzte-Laufbahn einschlagen. “Mein Leben hat wenig mit der Geschichte meiner Familie zu tun. Ein Sohn meines berühmten Ur-Großvaters wollte ebenfalls Schauspieler werden, aber das war nicht die Zeit. Damals hieß es: ,Das ist doch kein Beruf‘ und so wurde er Rechtsanwalt. Ich bin sehr stolz darauf ein Stoeckel zu sein.“

Entdeckt wurde er mit gerade mal 16 Jahren von der 2011 verstorbenen Hamburger Schauspielerin Witta Pohl, deren Vater Assistenz-Arzt seines berühmten Großvaters gewesen ist. Sie nahm ihn irgendwann mit ans Filmset und präsentierte den zarten Julian einfach als ihren Neffen. So kam er zu seiner ersten kleinen Rolle in der Serie ,Typisch Sophie‘. Anschließend organisierte Witta Pohl ihm zahlreiche Castings sowie die erste Agentur für Rollenangebote. In der Zeit fuhr er parallel zum Abitur auch nach Hamburg, um dort von einem von Witta Pohl instruierten Schauspiel-Professor alles wichtige und praktische für den Schauspiel-Beruf zu erlernen.

Man glaube aber nicht, dass Stoeckels Leben nur aus Trallala bestünde! Der junge Mann engagiert sich außerdem seit dem Tod seiner an Krebs verstorbenen Mentorin, Freundin und Schauspielerin Witta und dem Ende des ‘Kinderluftbrücke e.V.’ für wohltätige Organisationen wie ‘Ein Herz für Kinder e.V.’ (Benefizkochen), für die ‘Berliner Tafel e.V.’, die mit ihren mehr als 1000 Ausgabestellen in Deutschland die steigende Armut bekämpft und den Betroffenen eine warme Mahlzeit garantiert. Für die ‘Björn Schulz Stiftung’, die ein breites Unterstützungsangebot hat – für krebs- und chronisch Kranke sowie für schwerst- und unheilbar kranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und deren Familien.

Julian F.M. Stoeckel engagiert sich trotz dieses Lebens in dieser scheinbaren Glitzerwelt mit zunehmender Prominenz sehr aktiv für andere Menschen, auch weil dies in seiner Familie eine lange Tradition hat. Sein Großvater Karl-Heinz Stoeckel war Kinderarzt und hat im Berliner Elisabethstift kostenfrei Kinder behandelt. Seine Mutter war im Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirche sehr engagiert und von ihnen hat er sehr früh gelernt, dass nicht alle Menschen auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Das Julian etwas anders ist als seine restlichen Familienmitglieder stört indes niemanden. Ganz im Gegenteil, über mangelnde Unterstützung konnte er sich noch nie beschweren und auch er selbst unterstützt das Familienerbe, wie er erklärt: „Meine Familie steht hundertprozentig hinter mir. Witzigerweise gibt es sehr viele Geschichten von Ärztefamilien, wo eben auch ein Schauspieler oder Künstler hervorkommt. Ich bin eben in unserer Familie ein solcher Spross und das macht mir sehr viel Spaß.”

Fotos: Melanie Rebecca Geist, Maylin Wied