Dienstag, 07. Januar 2014, 11:26 Uhr

Gestraffte "Superstar"-Suche startet gegen SAT.1-Abspeckshow

Abspecken ist Trumpf, wenn auch aus verschiedenen Blickwinkeln: Der Privatsender Sat.1 schickt von diesem Mittwoch an in einer neuen Staffel seiner Reihe ‘The Biggest Loser’ 16 schwergewichtige Kandidaten ins Rennen. Sie sollen abnehmen, was das Zeug hält.

Auch bei RTL ist zeitgleich Straffung angesagt – Die neue Staffel des Dauerbrenners ‘Deutschland sucht den Superstar’ – Start auch an diesem Mittwoch – wird mit insgesamt 19 Ausgaben kürzer.

Warum wohl? Die Quoten der Jubiläumsstaffel 10 mit insgesamt 23 Folgen hatten im vergangenen Jahr einen Tiefpunkt erreicht. 4,11 Millionen Zuschauer schalteten jede Ausgabe im Durchschnitt ein. 4,63 Millionen sahen das Finale, aus dem die Schweizerin Beatrice Egli als Siegerin hervorging, die zweite Frau, die das “Superstar”-Spektakel in Deutschland gewann. Jetzt strahlt RTL nur noch sechs statt neun Liveshows inklusive Finale aus – eine Konsequenz der rückläufigen Resonanz.

Dennoch: Das Interesse an Castingshows ist offenbar keineswegs erlahmt. Im Internet verbuchte der Sender während der 10. Staffel hohe Klick-Raten, auch für die 11. Staffel bewarben sich angeblich 35.000 Kandidaten, die alle von sich glauben, sie hätten die schönste Nachwuchsstimme Deutschlands. 33 von ihnen nahm RTL mit zum Ausleseprozess in tropischer Sonne nach Kuba. Das kann das Publikum in Ausschnitten sehen, die letzten zehn von ihnen werden in die sechs Liveshows ab 29. März geschickt.

Auch sonst hat RTL an dem einstigen Erfolgsbringer herumgeschraubt. Die Jury wurde komplett durcheinandergewirbelt. Die farblosen Kaulitz-Zwillinge verschwanden, neu sind neben Leithammel Dieter Bohlen die Musikerkollegen Mieze Katz, Prince Kay One und Marianne Rosenberg. RTL hat nach Jahren der immer wieder kritisierten öffentlichen Erniedrigung der jungen Freiwilligen das Vorgehen geändert: “Kandidaten an die Macht” lautet das neue Motto. Sie dürfen jetzt einen Juror als eine Art Schutzpatron aussuchen, der bei einer Pattsituation in der Vierer-Jury die Stimme für sie erhebt.

Die Kandidaten dürfen sich zudem so präsentieren, wie sie es für richtig halten. Nicht nur beim Casting, auch in den Live- Challenge-Shows, in denen sie jede Woche neue musikalische Aufgaben lösen müssen und ihren Auftritt selbst gestalten.

Der Recall findet dieses Mal auf Kuba statt, wo Musik und Tanz zum Lebensgefühl gehören. In den Straßen Havannas, im Dschungel und am Strand singen die besten 33 Kandidaten um den Einzug in die Live-Shows und werden dabei unter anderem auch von dem gebürtigen Kubaner, Modell und Choreograf Jorge Gonzalez in Sachen Tanz, Perfomance und Styling unterstützt.

Die erste Folge am Mittwoch beginnt aber so wie alle Sendungen in den Vorjahren: Die Möchtegern-‘Superstars’ treten vor die Jury um Chef Bohlen, der am 7. Februar seinen 60. Geburtstag feiert. Unter anderem dabei ist wieder der 25-jährge Christopher Schnell (3. Foto von oben), der es bereits unter die letzten 15 in der achten Staffel schaffte. Damals litt der junge Mann jedoch unter dem plötzlichen Tod seines Vaters.

In der Jury bahnen sich außerdem leichte Auseinandersetzungen an, weil dem einen die Oberweite einer Kandidatin recht bedeutsam erscheint, anderen wiederum nicht.

Dieter Bohlen auf der anderen Seite, Christine Theiss und ‘The Biggest Loser’ auf der anderen: Die 33-Jährige kann sich jetzt nach dem Abschluss ihrer Kickbox-Karriere auf das Medium Fernsehen konzentrieren. Theiss, die als Einpeitscherin das Erbe von Eisläuferin Katarina Witt und Boxerin Regina Halmich übernahm, präsentiert die bereits 5. Staffel des Fett-weg-Spektakels auf Sat.1. Ihre Kandidaten sind zwischen 18 und 67 Jahre alt. Dem Besten von ihnen winken 50.000 Euro Siegprämie – Allerdings: Das sind nur zehn Prozent der Belohnung, die der neue RTL-“Superstar” kassiert. Und für den gibt es dann sogar noch einen Plattenvertrag. (Carsten Rave/ dpa mit KT)

Fotos: RTL/ Markus Nass, SAT.1. Alle Infos zu “Deutschland sucht den Superstar” im Special bei RTL.de.