Dienstag, 07. Januar 2014, 20:22 Uhr

Keanu Reeves greift zum Samurai-Schwert: Die Rückehr des Actionstars

In Filmen wie ‘Speed’ und ‘Matrix’ hat sich Schnuckelchen Keanu Reeves (49) als Actionheld bereits seinen Platz im Olymp der Kinogeschichte gesichert.

Nun legt er noch einen drauf und greift zum Samurai-Schwert. Ein Grund mehr, sich auf die Wiederkehr des actionerprobten Kriegers in ’47 Ronin’ (ab dem 30. Januar 2014 im Kino) zu freuen. Keanu Reeves trägt die Zuschauer in diesem bildgewaltigen Fantasy-Abenteuer in eine andere Welt. Ein guter Anlass, sich auf einige große Kinomomente des Action-Stars zu besinnen:

Speed – Keanu als rasanter Durchstarter
Im Action-Thriller Speed aus dem Jahre 1994 spielt Reeves den abgeklärten Bomben-Spezialisten Jack Traven. Zusammen mit seinen Kollegen vom LAPD vereitelt er den ersten Streich des Lösegelderpressers Howard Payne (Dennis Hopper). Doch damit zieht er nur Paynes‘ Zorn auf sich. Die nächste Bombe ist in einem Bus an den Tachometer gekoppelt – fällt die Nadel unter 50 Mph, geht sie hoch. Dass daraus ein zeitloser, an Spannung kaum zu überbietender Thriller wurde, liegt vor allem an Keanu Reeves‘ Coolness. An der Seite von Sandra Bullock bekam der Actionstar schon damals nicht genug von halsbrecherischen Stunts – man erinnere sich an die Szene, in der er auf einem rollenden Wägelchen unter den fahrenden Bus schliddert, um die Bombe zu entschärfen. So wurde Reeves weltbekannt und erhielt zusammen mit Bullock auch den MTV-Award für das beste Film-Duo.

Matrix – Keanu als Neo
1999 besetzen die Wachowski-Geschwister die Hauptrolle des Thomas A. Anderson, besser bekannt als Neo, in der Science-Fiction-Trilogie ‘Matrix’ mit ihm. Vor allem der erste Teil ist extrem erfolgreich. Das liegt zum einen daran, dass es dem Regie-Duo gelingt, den spannungsgeladenen Sci-Fi-Action-Kracher mit einem geistreichen, philosophischen Unterbau zu versehen, der den Film zu keinem Moment langweilig werden lässt. Zum anderen liegt es daran, dass Keanus‘ extravagante, mühsam erworbene Kampfkunst-Skills dank spezieller Filmtechniken – wie dem Motion-Capture-Verfahren und einer speziellen Zeitlupenfototechnik, die den Bullet-Time-Effekt hervorruft – erstmals voll zur Geltung kommen.

Keanu‘s Martial-Arts-Choreograph Yuen Woo-Ping (hat auch schon mit Jackie Chan zusammengearbeitet) schwärmt heute noch immer von dem unglaublichen Fleiß, den Reeves bei seinen Übungen an den Tag gelegt hat. Zur Belohnung gab es prompt zwei weitere MTV-Awards, und zwar für die beste männliche Hauptrolle und für die beste Kampfszene in ‘The Matrix’. Zum Beweis dafür, dass der Krieger Reeves ein unermüdlicher ist und bleibt, erhielt er 2004 außerdem den begehrten Taurus Stunt Award für seine Leistungen in den Matrix-Filmen, für die er eigens 200 Kampfkunst-Techniken erlernt hat.

47 Ronin – Keanu als Samurai-Held
Auch der härteste Held kann einmal schwächeln. Wichtig ist nur, dass er zurückschlägt, sobald die Zeit dazu gekommen ist. Keanu Reeves zeigt in der Rolle des gedemütigten Außenseiters Kai in ’47 Ronin’ wie man in ausgereifter Manier und mit viel Stahl und Stil in die Manege der Martial-Arts zurückzukehrt. Kai schließt sich einer Gruppe herrenloser Samurais an, die unter der Führung von Oishi (Hiroyuki Sanada) ihre Mission verfolgen: Rache an Lord Kira, dem Mörder ihres Herren. Kira hält zudem Kais‘ Geliebte Mizuki (Rinko Kikuchi), die Tochter des Ermordeten, in seiner Gewalt. So nehmen die furchtlosen Krieger, allen voran Kai, die Zuschauer mit auf eine Reise, bei der sie immer wieder ungeheuerlichen Gefahren ausgesetzt sind, die nur von außergewöhnlichen Samurais bewältigt werden können.

Der neue Film ist nicht nur für die Fans der alten Keanu-Reeves-Hits ein Muss. Dank starker 3D-Effekte und einem stimmigen Mix aus Fantasy, Action und Romantik wird mit dem neuen Streifen gleich zu Beginn des neuen Jahres ein berauschendes Fantasy-Highlight gereicht, in dem Reeves mit seiner Ausstrahlung genauso wie mit seiner Kampfkunst überzeugt. Der Krieger Keanu Reeves ist wieder da – und erwartet die Zuschauer ungeduldig in den Kinos

Mit diesem Fantasy-Abenteuer kehrt Superstar Keanu Reeves endlich wieder zum Action-Genre zurück: ’47 Ronin’ beruht auf einer wahren Geschichte, die in Japan als berühmteste Legende überhaupt von Generation zu Generation weitererzählt wird und jetzt wieder auf die Leinwand kommt – das Epos kombiniert monumentales Hollywood-Kino mit fernöstlicher Kampfästhetik.

Als ihr Fürst heimtückisch ermordet wird, bleibt 47 entehrten Ronin (= herrenlose Samurai) nur die Verbannung – deshalb wollen sie Rache. Der Krieger Oishi (Hiroyuki Sanada) und seine Gefährten sind dabei auf die Unterstützung des Halbbluts Kai (Keanu Reeves) angewiesen, müssen ihn aber zunächst aus der Sklaverei befreien. Kai wurde einst vom Fürsten aufgenommen und erzogen und liebt seit langem die Tochter seines Herren. Obwohl die Ronin das Halbblut ihre Abneigung spüren lassen, schließt Kai sich ihrer Gruppe an und steigt schließlich sogar zum Anführer auf. Gemeinsam versuchen sie die Festung des Feindes zu stürmen und die Ehre ihres Fürsten wieder herzustellen. Doch auf dem Weg dorthin müssen sie sich gegen ihre Feinde, zu denen nicht nur Fabelwesen und eine verführerische Hexe zählen, wehren.

Der von Ridley Scott geförderte Werbe- und Kurzfilmregisseur Carl Erik Rinsch gibt mit 47 Ronin sein Spielfilmdebüt. Neben Keanu Reeves übernehmen Cary-Hiroyuki Tagawa (Die Geisha, Pearl Harbor), Tadanobu Asano (Thor – The Dark Kingdom, Battleship) und Rinko Kikuchi (Pacific Rim, Babel) weitere Rollen. Als Produzenten sind Pamela Abdy (Voll abgezockt, Endless Love) und Eric McLeod (Mr. & Mrs. Smith, Austin Powers-Serie) beteiligt.

Fotos: Universal Pictures