Mittwoch, 08. Januar 2014, 20:06 Uhr

Ross Antony: "Das war ein mutiger Schritt von Thomas Hitzlsperger"

Rasend schnell verbreitete sich heute die Nachricht, dass Thomas Hitzlsperger sich als schwul geoutet hat. Das Thema dominierte innerhalb kürzester Zeit die sozialen Medien, brachte aber überwiegend positive Resonanz von Fans und Kollegen.

Mit seinem Outing will der ehemalige Profikicker die “Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen”, erklärte er der ‘Zeit’.

Sänger und Spassvogel Ross Antony (auf dem Foto mit seimem Lebensgefährten Paul Reeves) sagte im Interview mit Radio Energy: „Sehr mutig, aber auch schade, dass es ihm im homophoben Umfeld des Männerfußballs offensichtlich erst nach dem Karriere-Ende möglich war sich zu outen. Die Leute werden jetzt wieder fragen ‚Wie war der Thomas dann, wenn er mit den anderen Fußballspielern zusammen geduscht hat ?‘. Die haben geduscht und gut war es. Ich glaube nicht, dass er rübergeguckt hat, um zu sehen wie lang die anderen waren.“

Doch auch wenn Anthony, der selbst schwul ist und schon oft mit Vorurteilen in der Gesselschafft konfrontiert wurde, den Schritt des 31-Jährigen mutig findet sagt er auch: „Ich glaube, er ist nicht der einzige schwule Fußballer auf dieser Welt. Ich hoffe, dass dadurch jetzt auch andere etwas mutiger werden. Ich verstehe aber die Zurückhaltung. Es ist ein sogenannter Männersport und viele denken noch, dass Schwule so Weicheier sind.”

Heute Nacht will Hitzlsperger eine persönliche Videobotschaft auf seine neue Website stellen. Dazu findet sich folgende Ankündigung: “Auf der neuen Internetseite befinden sich eine persönliche Stellungnahme und eine Video-Botschaft, die im Zusammenhang mit dem aktuellen Interview steht, das Thomas Hitzlsperger dem Magazin DIE ZEIT gegeben hat.” (KV)

Fotos: WENN.com