Donnerstag, 09. Januar 2014, 19:59 Uhr

Alles über Chiwetel Ejiofor: Vom Nebendarsteller zum Oscar-Kandidaten?

Manchmal ist eine einzige Rolle für die Karriere eines Schauspielers von unbezweifelbarer Tragkraft – wie jetzt bei Chiwetel Ejiofors Darstellung des in die Sklaverei entführten Afro-Amerikaners Solomon Northup.

Bis vor kurzem kannten Kinogänger das Gesicht des 1977 geborenen britischen Mimen aus Hollywood-Blockbustern wie Roland Emmerichs ‘2012 – Das Ende der Welt”, an der Seite von Denzel Washington in Ridley Scotts ‘American Gangster’ oder neben Keira Knightley in ‘Tatsächlich… Liebe’ sowie aus Alfonso Cuaróns ‘Children of Men’ – doch den Namen des nigerianisch-stämmigen Schauspielers hatten vermutlich nicht einmal Film-Liebhaber parat.

Nun, mit seiner ebenso starken wie einfühlsamen Performance in ’12 Years A Slave’, wurde Chiwetel Ejiofor über Nacht zum Liebling von Filmkritikern, Preis-Jurys und Cineasten gleichermaßen.

So hat Regisseur Steve McQueen mit seiner Schauspielführung und seinem einmaligen Sinn für Dramaturgie für Ejiofor ein ähnliches Karrieresprungbrett geschaffen wie er es bereits für Michael Fassbender mit seinen ersten beiden Spielfilmen ‘Hunger’ und ‘Shame’ geliefert hat.

Für Ejiofors Leistung in ’12 Years A Slave’ wurde dieser bereits für über fünfzig internationale Filmpreise nominiert – gerade erst erhielt er eine Chance auf den britischen BAFTA und am kommenden Sonntag geht der Film mit 7 Nominierungen in das Rennen um die Golden Globes – u.a. mit Chiwetel Ejiofor als Anwärter auf den Preis als Best Actor in a Motion Picture, Drama.

Bei dieser beeindruckenden Bilanz darf auch berechtigte Hoffnung auf eine Oscar-nominierung am 16. Januar bestehen: Der Tag, an dem ’12 Years A Slave’ in den deutschen Kinos startet.

Fotos: SIPA/WENN.com, Tobis Film