Freitag, 10. Januar 2014, 14:05 Uhr

Michael Wendler im Dschungelcamp-Interview: "Ich bin eine harte Sau!"

Seit heute stehen die elf Kandidaten fest, die am kommenden Sonntag von Frankfurt aus ins RTL-Dschungelcamp an der australischen Gold Coast fliegen.

Einer von ihnen ist Schlagerstar Michael Wendler, bekannt dafür, dass er ordentlich polarisiert. Im RTL-Interview erklärt der 41-Jährige, warum bei ‘Ich bin ein Star – holt mich hier raus!’ mitmachen will.

Warum gehen Sie ins Dschungelcamp?
Es gibt viele Leute, die für Adventure-Trips einen Haufen Geld bezahlen. Hier wird einem diese Riesenchance einfach so geboten. Es ist etwas völlig Neues. Ich kann mich mal fast drei Wochen abseilen von zu Hause. Die Eindrücke dort werden für mich ganz entscheidend sein und als Autor und Komponist fallen mir dadurch vielleicht ganz neue Ideen ein. Ich sehe es als Herausforderung und bin sehr dankbar, dass ich daran teilnehmen darf.

Wird man Sie im Camp auch singen hören?
Ich glaube, das lässt sich nicht vermeiden. Ich bin neugierig, ob meine Camp-Mitbewohner es toll finden werden, wenn ich jeden Tag irgendwelche Songs singe, aber so bin ich nun mal. Selbst zu Hause unter der Dusche trällere ich sehr oft meine eigenen Lieder. Da wird keiner drum herum kommen.

Haben Sie Angst vor Tieren oder den Dschungelprüfungen?
Ich habe gehört, dass es in Australien die giftigsten Tiere der Welt gibt. Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass einen so ein Tier anfällt, aber ich mache mir da eigentlich keine Sorgen. Wenn man Mallorca überlebt, denke ich mir, überlebt man auch Australien. Ich glaube, ich werde ganz viele Menschen überraschen. Ich bin wirklich ein taffes Kerlchen und habe Abscheu vor wenigen Dingen.

Welche Prüfung aus vorherigen Staffeln würden Sie nicht machen?
Ich glaube es gibt nichts, was ich nicht machen würde, zumindest nicht in den vergangenen Staffeln. Da müsste RTL sich wirklich etwas Neues einfallen lassen oder sehr intensive Gespräche mit meiner Frau führen. Sie ist die einzige, die ein paar Dinge kennt, die mir nicht so zusagen.

Was werden Sie besonders vermissen?
Außer meiner Frau werde ich meine Tochter am meisten vermissen. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter ist sehr innig. Ich kann noch gar nicht einschätzen, wie ich mich fühlen werde, wenn ich so lange von meiner Familie getrennt bin. Dies ist wirklich der längste Ausflug, den ich seit sehr langer Zeit, getrennt von meiner Familie, mache. Vielleicht ist das Heimweh später ein Grund zu sagen: ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘

Wollen Sie Dschungel-König werden?
Natürlich, ich bin schon König des Pop-Schlagers. Auch wenn die Presse immer wieder schreibt, dass das ein selbsternannter Titel wäre. Aber ich würde gerne noch einen Königstitel dazu haben.

Würden Sie öffentlich Gefühle zeigen?
Ich glaube, dass man schon nach kurzer Zeit die Kameras vergisst. Dann wird man den wahren Wendler kennenlernen. Viele Leute kennen mich nicht richtig und haben Klischees im Kopf über meine Person. Ich habe mich verändert und dies ist für mich eine Riesenchance zu zeigen, wie der ‚neue Wendler‘ ist und wie ich als Mensch bin.

Wie würden Sie sich verhalten, wenn Ihnen Camp-Mitbewohner auf die Nerven gingen?
Ich bin dafür bekannt sehr ehrlich zu sein. Das bringt mich oft in Situationen, die nicht unbedingt immer angenehm sind, wie man in den Medien verfolgen konnte. Wenn mir was nicht passt, sage ich das. Ich glaube, das ist fairer als hinterm Rücken zu lästern.

Haben Sie Bedenken, dass andere Kandidaten Ihnen gegenüber Vorurteile haben?
Ich kann es nicht ändern, wenn jemand klischeebehaftet ist. Ich hoffe aber, dass die meisten sehr neutral ins Camp gehen. Ich habe aber wahrscheinlich den Nachteil, dass ich sehr bekannt bin. Auch wenn man nicht aus dem Metier ‚Schlager‘ kommt, wird man trotzdem ‚Michael Wendler‘ kennen. Leute denken vielleicht von vorherein, mich nicht mögen zu wollen. Ich hoffe, dass ich das in Gesprächen korrigieren kann. Es gibt aber auch Menschen, mit denen wird man sich niemals verstehen. Das fände ich allerdings schade, weil man doch sehr intensiv aufeinander hockt.

Würden Sie aussteigen, wenn es Ihnen zu viel wird?
Ich bin wirklich eine harte Sau. Ich halte einiges aus. Aber natürlich gibt es Punkte, die dazu führen können, dass man sagt: ‚Ich steige aus.‘ Wenn es psychisch gar nicht mehr geht, würde ich das machen.

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius