Mittwoch, 15. Januar 2014, 12:30 Uhr

Heidi Klum: "Ich habe gern das letzte Wort"

Ungewohnt offen gesteht Topmodel Heidi Klum (40) Charakterschwächen ein – und outet sich als Kontrollfreak.

Angesprochen auf ihren größten Fehler, verrät Klum – die am Sonntag in einem hauchdünnen Etwas Gast bei den Golden Golbes im Interview mit ‘der Programmzeitschrift TV Digital’: “Vielleicht, dass ich immer mein Ding machen möchte, dass ich mich immer durchsetzen möchte. Ich habe gern das letzte Wort. Außerdem kann ich schlecht Dinge abgeben. Am liebsten mache ich immer alles selbst. Ich möchte, dass alles perfekt gemacht wird und keine Fehler passieren. Ich bin lieber selbst schuld, wenn etwas schiefgeht. Vielleicht traue ich anderen Leuten zu wenig zu. Ich weiß, dass das nicht immer gut ist.”

Ab dem 6. Februar um 20.15 Uhr sucht die schöne Heidi wieder “Germany’s Next Topmodel” (ProSieben) – und spricht in der Illustrierten über neue Ideen für die Castingshow: “Wolfgang Joop stößt zu unserer Jury dazu. Ihn dabeizuhaben gibt der Sendung ein komplett neues Feeling. Vor dem Produktionsbeginn wusste ich noch nicht, wo die Reise mit ihm hingeht, weil er viele negative Sachen über mich gesagt hat in den letzten zehn Jahren. Die Überraschung war, dass es von Anfang an ‘Liebe’ auf den ersten Blick war. Wir haben viel Spaß.”

Angesprochen auf die Kritik, dass bislang überhaupt kein TV-Topmodel international erfolgreich geworden sei, pariert Heidi Klum: “Wir haben viele Mädchen gefunden, die auf internationalen Catwalks laufen. Sie machen sehr viel ‘Fashion’ oder ‘Editorial’ – aber das sind keine Jobs, die die Masse kennt. Unsere Mädchen glänzen auf den Titeln von Modezeitschriften wie ‘Vogue’, ‘Harper’s Bazaar’, ‘Bold’, ‘Tush’ oder ‘Hype’ anstatt auf den Titeln von Lifestyle-Magazinen. Ein Beispiel dafür ist unsere Ex-Teilnehmerin Vanessa Hegelmaier.”

Müsste sich Klum entscheiden zwischen ihrer Wahlheimat Amerika und ihrem Geburtsland Deutschland, bliebe sie vorerst in den USA: “Mein Herz und mein Charakter sind deutsch – aber ich liebe Amerika genauso wie Deutschland. Momentan ist es nicht so, dass ich nach Deutschland zurückgehen würde. Meine Kinder lieben es, in den USA zu leben – das ist für mich das Wichtigste.”

Fotos: HFPA