Freitag, 17. Januar 2014, 14:57 Uhr

Hollywood-Ikone Meryl Streep fühlt sich diskriminiert

Meryl Streep findet, dass die Gesellschaft ältere Frauen abwertet.

Die ‘Im August in Osage County’-Schauspielerin – die gestern (16. Januar) ihre 18. Oscar-Nominierung für ihre Rolle in dem Drama erhielt – findet, dass sie mit 64 ihre besten Jahre hinter sich hat, da der Schwerpunkt in der westlichen Welt auf dem Aussehen liegt.

Gegenüber der Nachrichtensendung ‘Daybreak’ erklärt sie: “Ich glaube, dass in unserer westlichen Kultur der Wert einer Frau daran gemessen wird, wie gut sie aussieht. Das erste, was Frauen immer zueinander sagen ist ‘Du siehst aber toll aus’. Bei Männern ist das nicht so, die sagen ‘Wie geht es Dir?’. Es ist ein Klischee. Die zweite Frau kommt, weil die erste zu alt wird.”

Der Hollywood-Star erzählt außerdem, wie stolz sie auf ihre Töchter Mamie und Grace sei. Die beiden arbeiten an ihren Schauspiel-Karrieren – obwohl sie nicht auf dem selben Level mitmischen, wie ihre berühmte Mutter.

Auf die Frage, ob es schwer für ihre Töchter sei, eine so erfolgreiche Mutter zu haben, sagt Streep: “Dass sie sich trotz allem diesen Beruf ausgesucht haben… Viele meiner Freunde sind weit davon entfernt, erfolgreich zu sein. Obwohl sie genauso talentiert sind und hart arbeiten, hat es bei ihnen nicht geklappt. Meine Töchter wissen, dass all diese Dinge passieren können, aber sie versuchen, es trotz allem zu schaffen. Ich denke ‘Zur Hölle, das ist gut für euch’.”

Die 64-Jährige verriet weiter, dass ihre Kollegen am Set manchmal so eingeschüchtert von ihr seien, dass sie sich nicht konzentrieren können: “Beim ersten Lesen von irgendetwas beobachten mich die Leute manchmal und vergessen völlig, was sie selbst zu tun haben.” (Bang)

Foto: WENN.com