Dienstag, 21. Januar 2014, 23:58 Uhr

Größenwahnfried Wendler: "Ich wäre 100%ig Dschungelkönig geworden"

Der Auszug von Schlagersänger Michael Wendler schlägt Wogen. Auch im RTL-Dschungelcamp.

Aber nicht nur das, der Schlagzeilenkönig will nun wieder rein! Ernsthaft! “Ich glaube, dass es eine Sensation in Deutschland wäre, wenn der Wendler wieder auftaucht. Und zwar heute!” Und halb Fernseh-Deutschland fragt sich: Hat der sie noch alle?

“Fürchterlich. Also die Verabschiedung war Schleim hoch zehn. Ich habe richtig Angst gehabt”, kommentiert Winfried Glatzeder (68) den Auszug. Fünf Minuten hatte der Schlagersänger Zeit sich von seinen Ex-Mitcampern zu verabschieden, wie heute bekannt wurde.

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Gabby, Tanja fallen ihm noch um den Hals, aber Corinna und Julian stehen noch nicht mal von ihren Liegen richtig auf. Auch Melanie bleibt sitzen und bekommt dann einen Handkuss vom Wendler. Melanie genervt: “Irgendwelche Schleimerei brauche ich nicht, bevor er geht!” Dann ist Winfried an der Reihe. Wendler spricht den Theaterstar mit falschem Namen und sagt: “Siegfried, ich hab‘ dich auch ein bisschen ins Herz geschlossen!” Winfried kontert trocken: “Ich dich nicht! Ich bin nicht dein Werkzeug. Ich bin nicht dein Gehilfe für deine Strategie.”

Mit den Worten “Wir sehen uns alle wieder. Bleibt tapfer”, verlässt der Wendler dann das Camp und fährt mit einem Auto weg. Wendler: “Ihr hättet mich doch wenigstens jetzt wieder mit dem Hubschrauber abholen können. Ich wäre hundertprozentig Dschungelkönig geworden. Alle haben mich ermuntert und es wäre ein tolle Ehre gewesen, Dschungelkönig zu werden. Es werden sich bestimmt viele Fans ärgern, die gehofft haben, mich jetzt jeden Tag zu sehen.”

Im Hotelzimmer angekommen steht für den größenwahnsinnigen Wendler schon eine Flasche Champagner bereit. “Ich hoffe, dass mir alle später verzeihen, aber jetzt bin ich einfach nur egoistisch”, so der Wendler nach dem ersten Schluck. “Jetzt werde ich mir das Leckerste bestellen!” Carpaccio, Cheeseburger, Filetsteak, Käseplatte und Panna Cotta werden geordert.

“Keiner hat wirklich damit gerechnet, dass ich so lange durchhalte und die meisten hatten dann wahrscheinlich schon Angst, dass ich tatsächlich bis ins Finale komme. Die Verbissenheit, die da zu spüren war, das gab es glaube ich in noch in keiner Show. Ich glaube, einigen fiel ein Stein vom Herzen, dass ich gesagt habe, ich gehe jetzt schon.” Und auch das ist was für die Chronisten: “Das war der härteste Ritt meines Lebens. Ich habe echt die Hosen runtergelassen, mehr als jeder Star vor mir.”

klatsch-tratsch.de sprach mit Medienexperte Prof. Dr. Jo Groebel, Dozent für Kommunikation, Medien und Journalismus an der Business School Berlin Potsdam.

Wie bewerten Sie den Auszug Wendlers? Hat er ihn schon länger geplant, wie viele behaupten?
“Schwer zu sagen. Generell sind die Auszüge und deren Timing nicht geplant, weil sich die Dramaturgie am besten von selbst entfaltet und dadurch am attraktivsten ist. Bei Wendler liegt der Verdacht aber nahe, zeitgleiche Auftrittsdaten, die jetzt besonders auffälligen Schlagzeilen und seine Aussagen vorab, dass er gar nicht so lange drinbleiben würde, sondern lieber selbst aussteigt.”

Selbst Wendlers Manager hat imagetechnisch Bedenken: “Ich bin nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung war”.
“Wendler hat ein sowieso kontroverses Image. Die Nummer jetzt passt dazu und schadet ihm nicht. Wird eh schnell vergessen. Die Manager-Aussage mag sogar das Ganze “ehrlicher” erscheinen lassen, in Wirklichkeit aber Teil der Strategie sein.”

Was hat der Schlagersänger ihrer Meinung nach falsch gemacht?
War vielleicht gar nicht so falsch. Alle reden über ihn. Seine Karriere mag sogar noch einen Schub bekommen.

Fotos: RTL. ‘Alle Infos zu ‘Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!’ im Special bei RTL.de.