Mittwoch, 22. Januar 2014, 22:51 Uhr

Maria Gadú: Brasiliens Superstar begeistert auch in Deutschland

Brasilianische Musik ist – wie Brasilien selbst – voller Überraschungen.

Wenn unterschiedliche Genres wie Samba, Afro-Klänge aus Bahia, Funk aus den Slums von Rio und viele andere Elemente aufeinandertreffen, dann entsteht eine Musikrichtung namens MPB (die Abkürzung für ’Brasilianische Popmusik’ auf Portugiesisch). Und wenn MPB von einer rauen Stimme und einem in zehn Jahren kleiner Auftritte perfektioniertem Gitarrenspiel revolutioniert wird, dann ist das Brasiliens neuer Superstar Maria Gadú. Eindrucksvoll zu hören auf Gadús Alben „Maria Gadú“ und „Mais Uma Página“, die in Deutschland Ende März veröffentlicht werden.

Maria Gadú hat schon immer gesungen und war von Musikinstrumenten umgeben. „Das ist alles, was ich kann. Schon als kleines Kind hatte ich keine anderen besonderen Fähigkeiten“, erzählt sie. Mit „ungefähr 13 oder 14” begann Gadú professionell in den Bars ihrer Heimatstadt São Paulo aufzutreten. Nachdem sie jahrelang in den Clubs von São Paulo an ihrer Technik gefeilt hatte, beschloss Maria, mit ihrem Freund, dem Percussionisten Doga, nach Europa zu fliegen, wo sie überall auftraten, wo es möglich war.

Als Gadú 2008 mit 21 Jahren nach Brasilien zurückkehrte, zog sie nach Rio de Janeiro. Eines Abends sang sie Jacques Brels Klassiker „Ne me quitte pas“, der vor allem durch Edith Piaf bekannt gemacht wurde. Im Publikum saß auch ein Fernsehdirektor und so führte eins zum anderen und bald sang sie im TV und wurde kurz darauf von Slap/Som Livre in Rio de Janeiro unter Vertrag genommen.

„Es sind sehr persönliche Songs“, sagt Maria. „Ich habe in den letzten zehn Jahren alles Mögliche gesungen, aber diese Songs habe ich selbst geschrieben; meistens ganz allein, nur selten mit Partnern. Ideen fliegen mir meist aus dem Nichts zu, aber dann dauert es normalerweise gar nicht lange, bis ich einen Song fertig habe.”

Die meisten Songs ihrer CDS waren landesweite Hits, so z. B. „Shimbalaiê“, den sie schon mit zehn Jahren schrieb, und „Dona Cila“, mit dem sie ihre verstorbene Großmutter ehrt. Innerhalb kürzester Zeit war Maria Gadú überall in Brasilien bekannt! Preisverleihungen, TV-Shows, große Events.

Ihre Single „Shimbalaiê“ hielt sich 5 Wochen auf Platz #1 in Italien und erreichte Platinstatus in Brasilien. Das Debütalbum „Maria Gadú“ erreichte Platinstatus in Brasilien und Gold in Italien. Das zweite Album „Mais Uma Página“ stieg auf Platz 5 der Albumcharts in Brasilien ein.

Foto: Universal Music