Freitag, 24. Januar 2014, 12:41 Uhr

Markus Lanz äußert sich zur Wagenknecht-Sendung: "Mein Fehler"

Fernsehmoderator Markus Lanz (44) hat nach Kritik an seinem Gespräch mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht Fehler eingeräumt.

“Wenn das energische Nachfragen zu rustikal und sogar persönlich war, dann bedaure ich das”, sagte Lanz am Donnerstagabend dem Branchendienst ‘DWDL.de‘. Dies habe er ihr bereits in einem längeren Telefonat gesagt, zitierte ihn der Dienst.

Nach der ‘Markus Lanz’-Ausgabe vom 16. Januar im ZDF hatte die Zuschauerin Maren Müller aus Leipzig eine Online-Petition gegen den Talkmaster gestartet. Diese Aktion im Internet unter dem Motto “Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!” hatten bis Freitagvormittag mehr als 160 000 Menschen unterschrieben. Müller will die Petition nach Abschluss der Aktion als eine Form des “gebündelten Protests” dem ZDF überbringen.

Nach dem Eindruck seiner Kritiker hatte Lanz die Politikerin in der Sendung immer wieder abrupt unterbrochen. Der Journalist Hans-Ulrich Jörges sprang ihm dabei als Gast der Sendung zur Seite. “Allein durch die Konstellation – also, eine Frau gegen zwei Männer – entstand zwangsläufig der Eindruck: Das ist jetzt unfair. Weil aber Frau Wagenknecht jemand ist, der sich sehr kraftvoll wehren kann und das auch tat, habe ich das in diesem Moment nicht so eingeschätzt. Mein Fehler”, sagte Lanz. Er werde daraus lernen.

Er glaube aber auch, “dass Meinung und Haltung in einer Sendung, die den eigenen Namen trägt, wichtig” sei.

Das ZDF hatte sich über das Echo im Netz “überrascht” gezeigt. (dpa)

Fotos: ZDF/Cornelia Lehmann