Samstag, 25. Januar 2014, 22:12 Uhr

Judith Holofernes: Alle sollten weniger arbeiten

Die Sängerin und zweifache Mutter Judith Holofernes findet, dass alle Menschen weniger arbeiten sollten. Berufstätige Mütter hätten es schwer, sagte die Frontfrau von Wir sind Helden der Zeitschrift ‘Sonntag Aktuell’.

“Zu kleinen Kindern würde es am besten passen, wenn beide Elternteile am Tag so vier Stunden arbeiten”, erklärte die 37-Jährige. “Dann wäre man nicht ständig an der Überforderungsgrenze.”

Im Gespräch mit dem ‘Tagesspiegel’ sprach Holofernes über Existenzängste als freie Künstlerin. Dem Blatt sagte sie: “Existenzängste kenne ich nicht. Ich habe nie angenommen, dass ich einen sicheren Lebensweg einschlagen würde, obwohl wir nie viel Geld hatten. Natürlich hatte ich Schiss, als ich mit 24 auf die Bühne von ‘Rock am Ring’ sollte, um als Ersatz für die Rockband Limp Bizkit zu spielen. So viel Angst, dass ich auf dem Weg im Bus bittere Tränen vergossen habe.” Lange sei sie “mit einem abgeranzten Rucksack rumgelaufen, ist mir voll peinlich. Viele Sachen, für die ich viel Geld ausgeben könnte, vergesse ich einfach. Das ist keine Absicht, sondern Desinteresse. Mein Impuls ist, Geld in Freiheit zu übersetzen.”

Im Frühjahr 2012 gaben ‘Wir sind Helden’ bekannt, nach zehn Jahren Bandgeschichte eine Pause einzulegen. Aktuell schreibt Holofernes einen Blog. Holofernes geht im April mit ihrem Soloalbum ‘Ein leichtes Schwert’ auf Tournee. (dpa/KT)