Sonntag, 26. Januar 2014, 13:25 Uhr

"Wetten, dass...?": Die Stecknadelfrau in der Show mit dem Rekord-Quotentief

Die ‘Wetten , dass…?’-Show vom Samstagabend bestach durch extrem wenig Show-Höhepunkte, aber wenigstens drei spannende Wetten ragten dann heraus.

Die Lanz-Show legte mit 6,31 Millionen Zuschauer leider wieder einen historischen Tiefstwert in 33 Jahren ‘Wetten, dass…?’ hin. Damit wurde das bisherige Rekordtief vom November 2013 musste mit 6,55 Millionen noch unterboten. Das um 22.15 Uhr gestartete Dschungelcamp (8,33 Millionen Zuschauer) kann kaum der Grund gewesen sein sein, beide Sendungen überschnitten sich gerade mal um eine halbe Stunde.

Tanja Hänsel aus Spenge wettete, dass sie sich die Anordnung von 1.110 durcheinander gewürfelten Stecknadeln merken könne und eine einzige hinzugefügte Nadel exakt bestimmen kann.

Wettpatin war Yvonne Catterfeld und die staunte wie auch das Publikum nicht schlecht. Nur einmal konnte sich das Gedächtnis-Talent den Ort genau bestimmen, einmal bot die 40-jährige Diplom-Musiklehrerin und Mutter eines zehnjährigen Sohnes eine Alternative an und wurde durch den Beifall des Publikums auf die richtige Spur gelenkt.

Wettkönig wurde allerdings der 19 jährige Joshua Schütze aus der Nähe von Kiel, der mit Freerunning seine Freizeit ausfüllt. Er hüpfte mit nur einem Bein drei Leitern hoch, um dann zwei Glühlampen in fünf Metern einzuschrauben.

Die Nummer sah ganz so aus, als trüge sie die Handschrift des Hamburger Guinness-World-Record-Halter und Coach Joe Alexander, der dem ZDF seit Jahren mit seiner Agentur komplett entwickelte Stunts wie die von Danijel Peric anbietet. Dazu gehört es auch, dass auch immer mal etwas “schief geht”, um die Spannung zu erzeugen, oder eben in letzter Sekunde zu gewinnen. Genau auf solche Momente hin kann man das auch exakt trainieren. Alexander hatte im Frühjahr 2010 auch die Wette von Samuel Koch angeboten, der hatte sich dann aber Monate vor der eigentlichen Show im Dezember von dem Hamburger Ideenmacher getrennt.

Wie dem auch sei, Joshua gewann 50.000 Euro: “Ich werde meiner Mutter einen Traumurlaub spendieren, mein altes Auto reparieren und mir einen großen Fernseher kaufen”.

Und dann war da noch der österreichische Autohaus-Besitzer Wilhelm Stengg. Er trat in einer wirklich spektakulären Außenwette gegen den ehemaliger Skirennläufer und Olympiasieger Hermann Maier an.

Maier absolvierte auf einer 1,4 km langen Piste einen Abfahrt. Und der Ex- Rallye-Staatsmeisters saucoole Stengg fuhr in der fast selben zeit dieselbe Piste hinauf! (Richtig gelesen!) Hier geht’s zu den Videos.

Maier brauchte 54,41 Sekunden, Strengg war nur 6 Sekunden langsamer! Stengg zeigte sich danach ganz entspannt: “Mir hat es Spaß gemacht und ich freu’ mich, dass ich den Hermann Maier kennenlernen durfte.”

Fotos: ZDF, Sascha Baumann, Max Kohr