Montag, 03. März 2014, 9:21 Uhr

Alfonso Cuarón, der Mann hinter den sieben Oscars für "Gravity"

Als kleiner Junge wollte Alfonso Cuarón Astronaut werden, mit dem 3D-Weltraumspektakel ‘Gravity’ hat sich der mexikanische Regisseur gewissermaßen einen Kindheitstraum erfüllt.

Für die Geschichte zweier im Weltall gestrandeter Astronauten wurde der 52-Jährige nun mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet. Er ist der erste Mexikaner, der diesen Preis gewinnt.

Cuarón (auf dem Foto oben mit Laudatorin Angelina Jolie) wuchs nahe den Filmstudios von Mexiko-Stadt auf und drehte schon als Jugendlicher seine ersten Kurzfilme. Er verließ die Filmhochschule nach einem Streit mit seinen Professoren, die ihn dafür kritisierten, seinen Film ‘Vengeance is Mine’ auf Englisch gedreht zu haben. Erste Erfahrungen am Set sammelte er als Tonmann, Regieassistent und Regisseur von Fernsehserien.

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Mit dem Fantasy-Film ‘Little Princess’ gab er 1995 sein Hollywood-Debüt. Es folgten ‘Große Erwartungen’ (1998), ‘Y tu mamá también’ (2001), ‘Harry Potter und der Gefangene von Askaban’ (2004) und ‘Children of Men’ (2006). Cuarón gilt als vielseitiger Regisseur, der gut mit Schauspielern zusammenarbeitet und einen besonderen Blick für starke Bilder hat.

Nachdem er sich nun fünf Jahre fast ausschließlich mit ‘Gravity’ beschäftigt hat, freut sich Cuarón wieder auf den Alltag. “Ich will in mein normales Leben zurückkehren, ich weiß schon gar nicht mehr, wie es ist”, sagte er kürzlich in einem Interview der Zeitung ‘Excélsior’. “Ich will den Film vergessen und mich nur noch darum kümmern, meine Kinder morgens rechtzeitig zur Schule zu bringen.” (dpa)

Fotos: A.M.P.A.S.