Dienstag, 04. März 2014, 23:05 Uhr

Mittwoch im TV: Wie Extremkletterer David Lama die Sensation schaffte

David Lama war erst 15 Jahre alt, da hatte er es in der internationalen Sportkletterszene bereits nach ganz oben geschafft und wurde jüngster Weltcupsieger aller Zeiten.

Doch die Erfolge waren dem Ausnahmetalent aus Österreich nicht genug, David Lama suchte neue Herausforderungen.

Das Sportklettern gab er deshalb wieder auf und entschied sich stattdessen fürs Freiklettern in den Bergen – dabei nutzen die Kletterer auf dem Weg nach oben nur die natürlichen Strukturen der Felsen. Und wieder schafft David Lama das, was noch niemandem zuvor gelungen war: Mit nur 23 Jahren erklimmt er im Freikletterstil den 3128 Meter hohen Cerro Torre in Patagonien.

Was den Berg so schwierig macht, warum es David Lama mit seiner Leistung sogar ins Kino geschafft hat (Kinostart am 13. März 2014) und was sein nächstes Ziel ist, darüber spricht der Extremkletterer am Mittwochabend live bei stern TV.

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David Lama sagte zum dem Projekt der Besteigung einer so extrem steilen Wand: “Ich suchte eine Herausforderung, ein Projekt, von dem ich nicht wusste, wie es ausgehen würde. Denn ich habe für mich herausgefunden, dass es mir schwerfällt, mich für kleinere Projekte zu motivieren, von denen ich schon weiß, dass sie möglich sind. Die Sachen, die mich wirklich reizen, haben den ‘Faktor des Unmöglichen’.”

Noch nie war es bisher einem Kletterer gelungen, diese „Nadel aus Granit“ im Freikletterstil zu bewältigen. David hat es geschafft und war überwältigt von dem Augenblick, als er auf dem Gipfel stand: “Der beste Moment war der, als Peter und ich zum ersten Mal 2011 auf dem Gipfel standen. Das hat in mir persönlich wirklich viel verändert. Unsere Heimreise stand schon an und es schien so, als würden wir auch im zweiten Jahr den Gipfel nicht erreichen, von der Freikletterei ganz zu schweigen. Ich hatte das Gefühl, mit dem Rücken zur Wand zu stehen.”

David fügte hinzu: “Auch deshalb haben wir es einfach probiert, obwohl eigentlich alles gegen uns sprach. Als wir dann den Gipfel erreichten, war es mir egal, ob ich frei geklettert bin oder technisch, ich fand’s einfach nur cool, da oben zu stehen. Das war der Moment, in dem ich begann, weniger als Kletterer sondern als Alpinist zu denken.”

Fotos: Red Bull