Montag, 10. März 2014, 12:10 Uhr

Damit mischt Hape Kerkeling ab April die Schlagerszene auf

„Eigentlich wollte ich schon immer Schlagersänger werden!“, gesteht Hape Kerkeling und hat jetzt endlich seinen großen Traum in die Tat umgesetzt.

Am 4. April 2014 erscheint sein erstes Album mit dem programmatischen Titel „Ich lasse mir das Singen nicht verbieten“. Und da versammelt er echte Mitsing-Klassiker und Gassenhauer!

„Mein Herz schlug schon immer für die Musik. Auf meinen Live-Tourneen bestand die Hälfte des Programms aus Musik – von Liedern des ‚Eurovision Song Contests’, über selbstgeschriebene Songs, bis zu italienischen Schnulzen, deutschen Schlagern oder Parodien auf holländische Liedermacher. Und in meinen TV-Shows habe ich auch jede Gelegenheit genutzt, um zu singen – alleine oder im Duett mit großen Stars. Musik war mir immer wichtig. Und dies ist jetzt das erste Album, auf dem ich mich ernsthaft dem Unterhaltungsschlager widme – so ernsthaft eben ein Unterhaltungsschlager-Album sein kann“, erklärt er mit einem Augenzwinkern.

Dazu gekommen ist es durch einen Zufall. 2010 sang Kerkeling ein Duett mit Udo Jürgens ein und lernte dabei den renommierten Produzenten Peter Wagner kennen, der seit Jahrzehnten u. a. Künstler wie Peter Maffay und Roland Kaiser produziert. Nachdem Wagner Hape Kerkeling hatte singen hören, schlug er ihm vor, ein ganzes Album mit ihm zu produzieren.

„Ich konnte es zuerst gar nicht glauben, doch als wir begannen, den Plan weiterzuverfolgen, hatte ich die spontane Idee, dass ich mich sehr gerne ausgiebig dem deutschen Schlager widmen würde. Und zwar solchen Liedern, die irgendetwas mit mir persönlich zu tun haben, die ich aus meiner Kindheit und Jugend kenne oder die eine besondere Bedeutung für mich haben“, erklärt Kerkeling.

Nachdem die Musikauswahl getroffen worden war, stellte sich heraus, dass es sich dabei größtenteils um Titel weiblicher Interpreten und, bis auf zwei Titel, um sogenannte One-Hit-Wonder handelte.

„Erstaunlicherweise waren es aber gerade diese Songs, die mir über die Jahre im Ohr geblieben waren, auch wenn man bei einigen gar nicht mehr weiß, wem man sie ursprünglich zuordnen soll. Ein Beispiel ist ‚Porque te vas’, das von einer Dame namens Jeanette gesungen wurde, die nur diesen einen einzigen Welthit hatte und danach wieder in der Versenkung verschwand. Das war der erste Titel, den ich als Junge auf Spanisch mitsingen konnte und der unter anderem auch dazu führte, dass ich Spanisch lernen wollte. Doch erst heute, nachdem ich den Song performt habe, hab ich überhaupt begriffen, was die Frau da damals gesungen hat. Als Kind konnte ich das nur onomatopoetisch, also lautmalerisch, vor mich hinträllern, verstand aber gar nicht, worum es geht. Dank der Aufnahme für mein Album weiß ich es nun endlich“, meint Kerkeling schmunzelnd.

Auch die anderen Schlager wecken bei Hape Kerkeling Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend. „Lieder, wie ‚Jetzt geht die Party richtig los’, ‚Fahrende Musikanten’ und ‚Wir lassen uns das Singen nicht verbieten’, – das wir ja umgedichtet haben zu ‚Ich lasse mir das Singen nicht verbieten’ – erinnern mich an schöne, lustige Familienfeiern und große Partys in den 70ern. Dass man sich diesen Schlagern noch heute vollkommen gedankenfrei hingeben kann, gefällt mir, und damit habe ich auch intellektuell überhaupt kein Problem – ganz im Gegenteil! Das ist eine Art Meditation, denn die Birne wird wirklich frei bei diesen Songs“, weiß Kerkeling.

Auf seinem Album erweist er auch fast vergessenen Schlagerperlen seine Referenz. „‚Herzen haben keine Fenster’ ist für mich der meistunterschätzte deutsche Schlager aller Zeiten! Und deswegen lassen wir ihn noch mal aufleben, in einer großartigen Version, gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg. In dem Song schlummert ein noch größerer Hit, als er ursprünglich mal war – das würde ich gerne unter Beweis stellen. Das hoffnungsfrohe ‚Liebeskummer lohnt sich nicht’ war der erste Schlager, an den ich mich überhaupt bewusst erinnern kann. Damals muss ich vier oder fünf Jahre alt gewesen sein. Dies war das erste Lied, das ich mitsingen konnte. Und bis heute finde ich: Siw Malmkvist hatte Recht – Liebeskummer lohnt sich nicht!“

Der Song „How Do You Do“ war ursprünglich ein holländischer Schlager. „Mir gefallen die unglaubliche Dynamik und Kraft, die in diesem einfachen Lied, das ich mit Mary Roos im Duett singe, stecken. Der ebenfalls holländische Schlager ‚Schmidtchen Schleicher’, der auch in der deutschen Version ein Riesenhit wurde, macht mir noch immer richtig gute Laune. Ein wenig anspruchsvoller ist ‚Chanson D’Amour’, ein Klassiker von ‚Manhattan Transfer’. Der Song war stimmlich und gesanglich eine echte Herausforderung, die ich halbwegs gut gemeistert habe.“

Als großer Italien-Fan hat Hape Kerkeling natürlich auch zwei italienische Schlager für das Album eingesungen. „‚Quando, Quando, Quando’ und ‚Komm ein bisschen mit nach Italien’, das Duett mit Michelle Hunziker, sind eine Hommage an die große Caterina Valente.“

Na und zwei echte Hape-Klassiker sind natürlich auch dabei! „Auf einem Album, das eine Art Jubiläumsalbum ist, da es ja im Jahr meines fünfzigsten Geburtstags herauskommt, dürfen die beiden ganz großen Hits, die ich abliefern durfte, einfach nicht fehlen: ‚Das ganze Leben ist ein Quiz’ und ‚Hurz’ – jeweils in einer frischen Neuauflage.“ (bibo Loebnau/biboPR)

Fotios: Felix Rachor